Samstag, 25. März 2017

Mehr Miteinander als Gegeneinander und: Früher war alles besser [Blogtalk]

Ihr Lieben,

heute mal kein Beauty-Beitrag. 

Eigentlich ist mein Beitrag hier ein "alter Hut", aber wie ich bei Bloggerkolleginnen gesehen und gehört habe, bin ich ja nicht die Einzige, die sich darüber immer wieder ärgert. In den letzten Monaten sind mir wieder einige Dinge aufgestoßen und manchmal habe ich das Gefühl, dass das alles gar nicht besser sondern eher schlimmer wird. 

Aber, für alle, die hier noch nicht so lange lesen, möchte ich gern nochmals kurz auf die Beweggründe eingehen, was mich seinerzeit zum Bloggen gebracht hat. Mein Blog existiert nun im April seit 7 Jahren - eine ganz schön lange Zeit. Ich war in dieser Zeit phasenweise nicht aktiv, wohl aber immer passiv als Leserin auf anderen Blogs unterwegs. Deswegen kenne ich auch viele der Entwicklungen und die Entstehung unguter Tendenzen sehr gut. Ich habe Blogs nie nach Reichweite gelesen/abonniert, sondern in erster Linie nach Authentizität, Sympathie und der Qualität der Beiträge und einfach Themen, die mich interessieren. Auch habe ich nie erwartet, dass eine Person alles das abdeckt, was ich mir von einem Blog wünsche, denn jeder soll und muss ja seinen eigenen Stil haben. Aber, es gibt da so ein paar Kriterien, die ich gerne ansprechen möchte, die ich überhaupt nicht an anderen Bloggern mag - es sind allgemeine Dinge, es geht mir auch nicht um Einzelpersonen, sondern um eine Sache an sich. Es sind Dinge, die mir sowohl in Zusammenhang mit meinem Blog aufgefallen sind, mit anderen Blogs, was ich da lese und sehe und was man allgemein so von Lesern liest und hört, die selbst keinen Blog haben. Deren Sichtweise finde ich übrigens auch immer besonders interessant, denn das sind für Blogger ja quasi die Personen von außen, die auf das Alles einen teilweise anderen Blick haben. 

Nach diesem Beitrag habe ich womöglich einige Follower weniger, das wäre schade, aber kein Weltuntergang. Mein Blog ist nachwievor überschaubar mit rund 430 Lesern - es ist schwierig, an neue Abos zu kommen bzw. neue Leser zu erhalten, wenn man, so wie ich, nur auf dem Blog aktiv ist und andere Plattformen nicht damit verknüpft. Ich werde das nachwievor aus einigen Gründen nicht tun, aber das ist gerade nicht das Thema, nur am Rande mal erwähnt. 

Kommen wir zu den Punkten, die mich seit vielen Monaten wieder sehr stören. Natürlich kann ich diese Ärgernisse und Erkenntnisse sowie Konsequenzen fressen und somit schlucken oder meine Gedanken mit Euch teilen. Mir ist letzteres lieber, denn ich bin immer sehr interessiert daran, wie andere etwas sehen und denken und setze mich bei konträren Meinungen und Denkweisen damit auseinander, denn auch ich bin nicht perfekt und lerne gerne dazu, wenn es mir bei meiner eigenen Meinungsfindung hilft und eine andere Meinung womöglich auch meine eigene korrigiert oder Dinge aus einem anderen Blickwinkel zeigt, den ich noch nicht berücksichtigt habe. 

Ich liste die Punkte zum besseren Lesen thematisch auf, es sind klassische Bloggerthemen, die aber auch häufiger mal für Diskussionen sorgen:

Es gibt Dinge, die gelten für ALLE Blogger nach meiner Auffassung.

Kommentieren auf anderen Blogs
Es ist nichts Neues, dass das Kommentieren auf Blogs allgemein sehr abgenommen hat, vergleicht man es noch mit einem Zeitraum von vor 4-5 Jahren. Teilweise mag es daran liegen, dass alle weniger Zeit haben - Lesen kann man immer mal zwischendurch, Kommentare schreiben ist aber schon mit etwas mehr Aufwand verbunden - oft hat man ja zu einem Blogbeitrag auch nichts zu sagen und wo es nichts zu sagen gibt, muss man natürlich auch nichts kommentieren. Und viele gehen wohl mit dem Handy auf ihre Lieblingsblogs, von unterwegs oder mal auf die Schnelle und das Kommentieren damit ist natürlich nicht so komfortabel wie am PC. 

Aber, ich finde es so schade, wenn man sieht, dass Jemand sich viel Mühe mit einem Beitrag gemacht hat, ansprechende Fotos erstellt, eine ausführliche Review geschrieben hat, unter solch einem Beitrag nur 3-5 Kommentare stehen. Jetzt könnte man sagen, ist doch egal, besser 3-5 als gar keiner. Ich nehme da aber gern die Reichweite als "Messlatte": Ein Blog, der Tausende Leser hat, da finde ich das traurig. Jetzt mag die Statistik zeigen, dass von den Tausenden aber viele den Beitrag zumindest aufgerufen haben. Ja, das ist schön, dann war die Mühe nicht umsonst, natürlich.

Noch schöner wäre es, wenn man aber auch die Mühe der jeweiligen Bloggerin honorieren würde, in Form von einem netten Zweizeiler oder auch mehr, wie man möchte. Das schafft eine angenehme Atmosphäre zwischen Blogger und Leser, der Blogger freut sich und der Leser kommentiert seinen Mehrwert aus einem Beitrag. Natürlich darf man auch Kritik üben, sofern sie angemessen formuliert ist, mir geht es aber gerade mehr so um das allgemeine Kommentier-Verhalten. Ich lese auch schon mal vom Handy, habe da die Bloglovin App runtergeladen. Und Beiträge, die mir besonders gut gefallen, merke ich mir bzw. markiere sie wieder als "ungelesen", damit ich später am PC daran denke, dort einen Kommentar zu hinterlassen, vielleicht ist das ja auch ein guter Tipp für Euch, falls Euch sowas auch öfter mal passiert, dass Ihr gern kommentieren wollt, aber dann doch vergesst. 

Übrigens meine ich nicht mal meinen eigenen Blog. Ich bin absolut zufrieden! Natürlich habe auch ich Beiträge, die wenig gelesen werden oder zu denen es nur 2-3 Kommentare gibt, das ständig zu hinterfragen bringt natürlich nichts. Man kann es nicht immer allen recht machen. 

Insofern mein Wunsch: Bitte kommentiert doch wieder mehr auf Blogs, zumindest auf denen, wo Ihr gerne lest. 

Kommentare beantworten auf dem eigenen Blog
Mein Leitsatz für meinen eigenen Blog lautet "Ein Blog lebt von seinen Lesern" - Beiträge, die nicht gelesen oder kommentiert werden, sind nur für einen selbst, aber dann braucht man keinen Blog im Internet. Alle Blogger wünschen sich Zulauf und somit Interesse von außen. Auch ich. Und ich freue mich auch nach 7 Jahren Bloggen immer noch über jeden neuen Leser und über jeden einzelnen Kommentar.

Aber, wenn ich eins nicht leiden kann, wenn Blogger die Kommentare ihrer Leser so gut wie nie kommentieren! Ich finde das unglaublich arrogant und selbstgefällig. Gerade wenn ein Blog für heutige Zeiten noch relativ viele Kommentare erhält, ist es für mich ein absolutes No Go, wenn permanent zwar Kommentare "gesammelt" werden, aber nie oder nur sehr selten ein Feedback kommt. Das würde auch den Lesern ein gutes Gefühl geben! Die 10-15 Minuten müssen sein. Viele wollen doch so professionell mit ihrem Blog sein, sich abheben von der breiten Masse, ja, das gehört dann auch dazu! So kann man auch eine Leserbindung schaffen.

Ich kommentiere auch häufig auf anderen Blogs und immer gerne. Wenn ich aber merke, dass jemand nur sehr selten oder gar nicht (auch das gibt es) auf meine oder auch nur schon auf die Kommentare anderer gar nicht eingeht, dann lese ich den Blog nicht mehr. Punkt. Mir ist auch vollkommen egal, ob ich mich mit solchen Aussagen unbeliebt mache, ich finde, es geht einfach nicht. Es gibt Leserinnen, die sehe ich auf sehr vielen Blogs, auf denen ich auch mal gelesen habe. Von Zeit zu Zeit gucke ich mal wieder dort rein. Die investieren viel Zeit in ihre Kommentare überall, da finde ich es richtig unverschämt, wenn eine Bloggerin so gar nie Stellung dazu nimmt, am besten immer noch nette Komplimente für ihre Beiträge und Fotos bekommt. Tatsächlich wurde mir mal privat von einer solchen Person gesagt, sie habe nur wenig Zeit, die Blogbeiträge zu schreiben würde so viel Zeit fressen usw. - ja, für wen schreibst Du die Blogbeiträge denn? Genau.

Insofern mein Wunsch: Liebe Bloggerinnen, egal, ob Ihr viel oder wenig Reichweite habt, egal ob Ihr viele oder nur wenige Leser habt, beantwortet doch bitte die Kommentare Eurer Leser öfter mal. Gebt auch ihnen ein gutes Gefühl, dass Euch Ihr Beitrag zu Eurem Blogpost freut und Ihr so zeigt, dass Ihr ihn auch gelesen habt. Das schafft eine nette Atmosphäre und kostet Euch nur ein paar Minuten.

Kreativität
Ein gewisser Einheitsbrei auf Beautyblogs bleibt nicht aus. Das kann man negativ oder positiv sehen. Ich versuche, meinen eigenen Stil zu haben. Mittlerweile bin ich da auch kreativer geworden, aber früher hatte ich damit echte Probleme. Vor allem deswegen, weil man bei Blogger ja auch in den Designmöglichkeiten etwas eingeschränkt ist. Zu Wordpress möchte ich aber nicht wechseln. Also arrangiert man sich mit dem, was hier zur Verfügung steht. Eine eigene Domain hätte ja durchaus Vorteile, aber es gibt auch Nachteile und für mich als Hobbybloggerin wäre das einfach ein Schritt in eine Richtung, der nicht unbedingt erforderlich ist. 

Jedenfalls sieht man auf vielen Blogs immer das Gleiche: Wenn einige Blogger Testprodukte erhalten, sieht man sie genau in der Zeit auch auf anderen Blogs, daran kann man nichts machen, das ist einfach so, da muss man durch :). Dann immer noch Bloggerinnen, die ihre Lücken mit Previews auffüllen, Aufgebraucht-Posts, Blogparaden, da lest Ihr dann auf einigen Blogs immer die gleiche Überschrift^^, niemand von uns Bloggern erfindet das Rad neu, also ist es normal, wenn man wiederholende Themen findet, die sicher jeden auch mal langweilen. Ich nehme mich da nicht aus. Ich klicke auch oft Beiträge weg, weil ich sie nicht mehr lesen kann und wenn das bei mir gemacht wird, finde ich das genauso okay.

Aber ich mag es gar nicht, wenn man anderen so nacheifert und sich an anderen orientiert und womöglich andere Blogger noch als "Vorbild" sieht oder sie heimlich bewundert. Ist es nicht schöner, eigene Ideen zu haben und selbst kreativ zu werden? Wie gesagt, ich hatte damit auch lange meine Probleme, aber ich habe nie angefangen, bei anderen zu gucken, was sie so machen. Inspiration habe ich mir geholt, aber aus ganzen Bereichen und natürlich greift man auch mal eine Idee von anderen auf, wie gesagt, das lässt sich kaum vermeiden. Mich persönlich freut es, wenn jemand hier ein Blogthema findet, was er auch gern auf seinem Blog zeigen möchte, sei es die alten Schätze, sich an eine Diskussion dran hängt, wie auch immer, aber wenn Leute irgendwie selbst keinen roten Faden auf ihrem Blog ziehen, finde ich das nicht so toll.

Insofern mein Wunsch: Liebe Bloggerinnen, seid doch selbst mal kreativ! Seht Euch in Eurem eigenen Umfeld um, sei es Accessoires für den Blog, Hintergründe, Themen, es ist viel schöner als sich ständig an anderen zu orientieren. Macht Euer eigenes Ding, losgelöst von der Allgemeinheit, das kann so befreiend sein.

Neid und Missgunst, Respekt und Höflichkeit
Alles Reizthemen:).  An das ganze Erfolgsgequatsche, was oft nur darauf bezogen ist, mit Firmen Kooperationen einzugehen, habe ich mich ja schon längst gewöhnt. Dass meine Vorstellungen von Erfolg mit dem Blog auch andere Kriterien beinhalten, habe ich an anderer Stelle schon mal ausführlich erläutert. Was man aber in den letzten Monaten wieder bei anderen liest und hört, finde ich ziemlich krass.

Ich verstehe es bis heute nicht, wie man andere mit dem Bloggen übertrumpfen, besser sein will, sich arrogant von den anderen abheben möchte, weil man sich als etwas Besseres fühlt. Warum ist das so? Ich klammere Berufsblogger wie üblich an dieser Stelle aus. Es geht mir um Blogger wie ich einer bin und um zig andere. Wir sind doch alle nur private Blogger und alle gleich, oder? Wir müssen oder wollen kein Geld mit unserem Blog verdienen und wer ernsthaft glaubt, nur, weil er 10 Testprodukte im Jahr mehr erhält als jemand anderes, sei ein besserer oder gar "wichtigerer" Mensch, ist richtig dumm in meinen Augen! Niemand ist besser als der andere, wir alle bloggen, jeder bloggt auf seine Art, jeder hat seine kleine Community und ich persönlich gönne jedem alles! Ich hätte gern mal mehr zum Testen, JA, aber ich bin nicht neidisch auf andere, finde es oft nur von den Firmen ungerecht verteilt, weil niemand 25 Lippenstifte einer Range braucht (ganz davon abgesehen, dass auch in den allerseltensten Fällen jedem jede Farbe steht) und sowas auf mehrere Blogger von den Firmen aufgeteilt werden könnte, das habe ich ja schon mal gesagt. Schade ist das und irgendwo Verschwendung. 

Es vergeht keine Woche mehr, in der ich nicht irgendwo lese oder höre, dass es wieder zwischen Bloggerinnen geknallt hat, sich nichts gegönnt wird, Intrigen gesponnen werden und haste nicht gesehen. Ich finde das EKELHAFT. 

Allgemein fällt mir leider auf, immer da, wo viele Frauen an einem Ort sind, gibt es Zoff. Mir fallen dann immer sofort Wörter wie Neid, Missgunst, Konkurrenz, Gezicke usw. ein. 

Natürlich kann sich niemand davon freisprechen, dass ihm einzelne Personen auch mal unsympathisch sind, auch ich kann das nicht. Ich meine auch nicht, dass man zwanghaft mit Leuten in einer Community "lieb Kind" machen soll, wenn man sich in Wahrheit nicht mag oder nichts zu sagen hat. Aber so gegenseitiger Respekt, Höflichkeit usw., das sind Dinge, die wir alle beherzigen sollten und müssen! Wenn es mal nicht so klappt, okay, das kann passieren, aber bitte immer wieder darauf achten. 

Insofern mein Wunsch: Mehr Miteinander als Gegeneinander! Wir sind alle am gleichen Thema interessiert, hinter jedem Blog steht ein Mensch. Wir Menschen wollen respektvoll und höflich behandelt werden - Der Weg dahin ist ganz einfach: Fangt bei Euch selbst an!

Früher war alles besser
Ah, ich sehe schon manche mit den Augen rollen :). Ich habe längere Zeit mal gedacht, dass man sich den neuen Zeiten anpassen sollte, man muss Dinge eben nehmen, wie sie gegeben sind und sich arrangieren. Und wenn man merkt, man passt in etwas nicht rein, müsste man sich im schlimmsten Fall zurückziehen. Soweit war es bei mir ab und zu mal, das waren dann immer die Blogpausen. Ich kam mit vielem in der Bloggerwelt nicht mehr zurecht, es hat mich so viel gestört und es liest sich ja hier auch wieder, dass mich so einiges stört. Das wird auch wohl so bleiben, ABER: Ich habe gelernt, mich deutlich von anderen abzugrenzen. Es gelingt mir sehr gut, meine persönliche Balance zu halten - überwiegend jedenfalls - . Menschen, die mir aus der Bloggerwelt nicht gut tun, werden aussortiert, genauso wie jene im Privatleben, die nicht zu einem passen. Manchmal entwickelt es sich so, dafür kann im Grunde niemand was, weil jeder so ist wie er ist. 

Früher war die Bloggerwelt aber wirklich noch überwiegend in Ordnung. Es gab nur wenige (ich rede so von den Zeiten um 2010 - 2012) Beautyblogs. Man fand schnell zueinander, es wurde sich rege ausgetauscht, kommentiert, es gab Blog-Awards (braucht natürlich keiner, aber es war irgendwie niedlich :)), die man stolz gesammelt und auf seinem Blog gezeigt hat - keine Rede von Testprodukten, Kooperationen, Events, wie kennzeichne ich etwas..und das Erfolgsgequatsche, von wegen SEO usw., all das gab es noch nicht. 

Man hat ein anfänglich eng gestecktes Hobbythema für den Blog in meinen Augen mit zunehmendem Interesse und Bedeutung bis ins Kleinste aufgedröselt. Nichts ist mehr gut genug. Wir müssen alles perfekt machen. Softboxen, exclusive Hintergründe, eine professionelle Kamera, hochwertige Schminke, Pinsel, wir müssen alle professionell sein. Nein, das ist nicht professionell. Das ist nur der verzweifelte Versuch mithalten zu wollen, so oft mein Eindruck. Natürlich soll jeder das nutzen, was er möchte, aber ich werde einfach das Gefühl nicht los, dass viele sich teure Ausrüstungen nur kaufen, um mithalten zu können. Es geht nicht mehr um das Hobby, es geht darum, der Konkurrenz standhalten zu können.

Ach Leute, ich finde das alles so traurig. Es gibt nur wenige Bloggerinnen, die ich von früher kenne, die exakt immer ihrem Stil treu geblieben sind, sich nie für den Blog oder für das, was von einem als Blogger erwartet wird, verbogen haben. Frauen, die einfach ihr Ding gemacht haben, immer losgelöst von allem, ehrlich gesagt, finde ich das toll. Weil es unverfälschtes Bloggen ist, weil es von Herzen kommt, weil es einfach um nichts geht außer leidenschaftlich zu Bloggen. Ich selbst habe das nicht so geschafft, anfangs habe auch ich mich an anderen orientiert, was mir nicht gut bekommen ist, im Gegenteil, ich war frustriert, denn ich habe ja gemerkt, dass ich eigentlich gar nicht mit dem Strom schwimmen wollte, weil mir nicht gefallen hat, was ich sehe. Warum soll ich mir denn eine Kamera für 600 Euro kaufen, wenn meine 100 Euro Kleinbildkamera auch Fotos macht? Natürlich sieht man Unterschiede, aber ehrlich, so lange Ihr was erkennen könnt, ist alles gut :) So schlimm sind sie nicht^^. Softboxen, die im Weg rumstehen, nur, damit man unter allen Lichtverhältnissen knipsen kann. Ja, dann wartet man halt auf schöneres Wetter oder macht seine Fotos nur am Wochenende bei Tageslicht, ist doch okay. 

Natürlich gibt es auch Vorteile, die modernes Bloggen so mit sich bringt. Aber die Menschlichkeit, das, was Menschen so ausmacht, wenn sie über ein Hobby zueinander finden, das fand ich früher alles viel schöner. Einige meiner Lieblingsblogs von früher gibt es leider nicht mehr. Heutzutage sind alle nur mit sich selbst beschäftigt, machen sich Stress und Druck.

Das sollte nun keine Sammelanklage gegen die Bloggerwelt sein, ich denke, Ihr werdet überwiegend verstehen, was ich meine. 

Und wer keine Lust hatte, das alles hier zu lesen, die Kurzform:

Wir sind alle nur Blogger. "Nur" deswegen, weil das hier das Internet ist. Real sieht es oft ganz anders aus und das Leben hat ganz andere Prioritäten. Viele von uns sehen in ihrem Blog ein Hobby, der oft aber leidenschaftlich betrieben wird. Wir alle wollen hier Entspannung und Unterhaltung, aber auch einen gewissen Mehrwert für Dinge, die uns interessieren. Niemand ist besser. Ich habe vor keinem Blogger mehr Respekt als vor dem anderen - wie im realen Leben übrigens auch, da sind auch alle gleich, egal ob hässlich oder hübsch, ob viel oder wenig Geld. Wir sind alle gleich auf die Welt gekommen. Niemand hat das Recht, sich über andere zu stellen. Helft Euch lieber gegenseitig, anstatt dem anderen etwas zu neiden, freut Euch lieber mit anderen, wenn sie etwas zum Testen bekommen, vielleicht seid Ihr beim nächsten Mal auch in der Position, Euch über etwas zu freuen. Das Bloggen ist immer ein Auf und Ab, es gibt schöne Phasen, es gibt nicht so schöne. Es liegt an jedem selbst, was er daraus macht.

Ich habe mir für heute mal etwas Ärger von der Seele geredet, der mir in der Bloggerwelt mal wieder aufgestoßen ist. 

Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare und diskutiere sehr gerne zum Thema.

Habt ein schönes Wochenende, liebe Grüße
Andrea

Kommentare:

  1. Ich sehe das genauso wie du. Früher hab ich für die gleichen Posts wie heute um die 15-20 Kommentare bekommen, heute bin ich froh, wenn ich es auf 3 schaffe. Das ist irgendwie frustrierend. Aber ich denke, dass immer mehr Leute Videos schauen oder "umsiedeln" oder gar nicht mehr aktiv dabei sind. Für mich wäre das jedoch nichts. Mal angucken ja, aber nicht selbst drehen. Manchmal, wenn ich mir so denke "für wen mache ich das eigentlich alles?", dann bekomme ich plötzlich auf persönlichem Weg wieder tolles Feedback, z.B. von Kollegen oder ehemaligen Schulfreunden. "Wann bloggst du mal wieder? Ich lese sooo gerne bei dir mit!".. das machts dann alles wieder gut!
    Das Abheben einiger Bloggerinnen konnte ich zum Glück noch nicht feststellen, aber so genau beobachte ich das auch nicht. Denke mir bei sowas dann immer meinen Teil und scrolle weiter.

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    1. Danke für Deine Rückmeldung und Einschätzung. Das ist wirklich schade, wenn nur noch so wenig kommentiert wird, wenn man immer nur wüsste, woran das liegt. Ich habe oft das Gefühl, dass man immer alles mit den anderen gleichmachen muss, sonst wird man schnell uninteressant, genau das möchte ich aber nicht und das solltest Du auch nicht tun. Ich finde es toll, dass auch aus dem privaten Kreis positive Rückmeldungen kommen, dann ist man besonders motiviert. Solange Dir das Bloggen Spaß macht, ist alles gut. Womöglich lesen viele im Internet Blogs wie eine Zeitschrift, da gibt man ja auch in der Regel keine Rückmeldung, schade ist es dennoch, für mich gibts da große Unterschiede. Hab ein schönes Wochenende und liebe Grüße!

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    2. Sehr interessant, was du da schreibst. So geht es mir aktuell meinen anderen Hobbies, die ich wesentlich professioneller führe. Früher haben die Leute tatsächlich häufiger kommentiert und sich mehr Zeit für die Werke anderer genommen. Heute wäre ich froh wenn ich mal nen Daumen hoch erhalte. Wenn man anderen Leuten sagt, dass man abbrechen möchte, ist das Geheule groß... Warum nimmt man sich dann nicht die Sekunde Zeit und drückt auf den "Daumen hoch" Button?!

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  2. Wow, ich kann kaum glauben, dass es unsere Blogs knapp 7 Jahre gibt! Unsere Beweggründe den Blog zu gründen und anderen Blogs zu folgen ähneln sich sehr. Mein Blog wurde damals gegründet, um meinen Gedanken freien Lauf zu lassen und um mich mit anderen über das Thema Beauty auszutauschen. Als mein Blog größer wurde und immer mehr Werbepartner kamen, habe ich mich zurück gezogen, weil es nicht das war, was ich wollte. Ich wollte die Website nicht als Werbefläche nutzen, sondern zum Austausch. Statt den Blog zu schließen ist er nun privat. Das bedeutet zwar weniger Leser, aber dafür interessanten und vor allem unzensierten, werbefreien Austausch. Deswegen kann ich deine Gedanken bzgl. der Professionalität und dem Gegen-den-Strom-schwimmen sehr gut nachvollziehen.

    Einige der (mittlerweile) sehr großen Beauty Blogs folge ich seit gut 6 Jahren. Ich habe miterlebt, wie aus den privaten kleinen 100-Follower-Bloggern Giganten von 4000-10000 Lesern wurde und musste leider feststellen, dass sich mit der Größe des Blogs nicht nur einiges in der Photo- und Designqualität, sondern leider auch im Umgang mit Kommentaren, PR-Artikeln und Events geändert hat. Wie du richtig festgestellt hast, kommentieren die wenigsten konkrete Fragen zurück. Das hat mich leider dazu gebracht, viele Blogs zu entfolgen, die ich vor 5-6 Jahren richtig gerne gelesen habe.
    Manche Blogger sind nach einer gewissen Zeit von heute auf morgen von der Bildfläche verschwunden. Ganz gleich ob einem der Erfolg über den Kopf wächst oder man einfach keine Zeit für so ein intensives Hobby hat - Man sollte es dem Leser einfach sagen. Statt dessen häufen sich auf manchen Blogleichen Kommentare von verärgerten und verwunderten Lesern.

    Du hast Recht, dass das Kommentieren stark nachgelassen hat. Manchmal fühle ich mich, als wäre ich die einzige. die zu jedem gelesenen Post einen Kommentar hinterlässt... Ich lese die Blogs zwar nicht mehr täglich, sondern wöchentlich, aber ich kommentiere nach wie vor gerne. Je nach Diskussion kommentiere ich sogar zu den Beiträgen anderer und scheine damit mittlerweile auch alleine zu sein.

    Kreativität kann man nicht erzwingen, aber man kann versuchen, nicht 1:1 den Post anderer zu kopieren. Kaum steht der März vor der Tür muss jeder wieder seine Pflegeprodukte heraus kramen oder 5-Dinge-Listen erstellen, wie man dieses und jenes besser machen kann. Wenn man Bloglovin wöchentlich besucht sieht man regelrecht, wie sich gewisse Posts häufen. Früher konnte ich schon anhand des Titels oder Beitragsbilds zuordnen, wer den Post geschrieben hat - Heute ist es auf vielen Blogs Einheitsbrei. Gewisse Wellen aufgrund von Testprodukten oder LEs kann ich ja verstehen, aber auch dagegen kann man ansteuern, indem man seinen Bericht auf eine andere Weise präsentiert, in einem Look verarbeitet oder interessante Vergleiche zieht.

    Von den Streits kriege ich zum Glück relativ selten etwas mit. Vielleicht lese ch einfach die falschen Blogs *lach*. Spaß bei Seite: Ich finds grausam, was du da schreibst und hoffe, dass das bald mal aufhört.

    Auch ich stelle fest, dass diese Produktivitäts, Zeitmanagement, SEO, Wordpress Beiträge allmählich Überhand nehmen. Wir sind Beautyblogger, keine selbstständigen Webentwickler, Manager oder Projektplaner. Es ist natürlich schön, wenn jemand darin aufgeht und damit erfolgreich ist, aber die Häufung dieser Posts fühlt sich so an, als müsste mein Blog genauso groß, professionell und toll sein. Im Vergleich zu den Pomodoro-Bloggern komme ich mir unglaublich faul vor. Alles Quark! Wer solche Techniken braucht und sich gerne damit beschäftigt, kann gerne darüber schreiben, aber dann bitte nicht auf einem Beauty- und Lifestyleblog. Ich kann dir an dieser Stelle auch sagen, dass diese Entwicklung nicht nur in der Beautywelt sondern auch in anderen Bereichen stattfindet. Mittlerweile weiß ich gar nicht, was ich noch lesen soll.

    Ich freue mich auf ein unfassbar unproduktives Wochenende!
    Liebe Grüße :)

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    1. Ja, 7 Jahre ist echt eine lange Zeit, vor allem, wenn man die Entwicklungen seither betrachtet. Es ist ja nicht alles schlecht, aber vieles bleibt auf der Strecke, was früher noch einen Hobbyblog ausgemacht hat. Wir haben da wohl eine sehr ähnliche Denkweise, da stimme ich Dir zu, denn ich war damals regelrecht irritiert als Firmen auf die ersten großen Blogger zugingen, um Testprodukte anzubieten. Sicher ist das ein schönes Bonbon obendrauf, aber ich hatte ganz vergessen, in meinem Beitrag zu erwähnen, dass es selbst Frauen gibt, die einen Blog nur aus dem Grund gründen wollen, weil sie sich gaaanz viel gratis erhoffen, ja, sollen sie mal :). Genau das, mit der Steigerung der Leserschaft und der Aufmerksamkeit von Beautyfirmen und PR-Agenturen hatte man das Gefühl, dass die Leser, das Herzstück eines jeden Beautyblogs, völlig in den Hintergrund gedrängt wurden oder mal eben so abgespeist wurden. Es war viel spannender, eine neue LE zu erhalten oder auf insgesamt auf das nächste PR-Päckchen zu warten, so ungefähr. Ich fand das damals unerträglich. Und dann konnte man auch richtig schön mitverfolgen, wie sich einige richtig ins Zeug gelegt hatten. Selbst ich, die damals eine Mini-Kooperation hatte, wurde privat angeschrieben, wie ich denn immer an die Testprodukte käme - echt ein Witz. Ich komme mir manchmal auch blöde vor, wenn mein Kommentar auf anderen Blogs oft an erster Stelle steht. Ich lese ja gern sehr früh morgens oder abends und bin scheinbar oft die Erste, die was schreibt und auf einigen Blogs leider auch die Letzte (und selbst da bekommt man vom Bloginhaber nicht oft ne Antwort, so nach dem Motto, ach, nur ein Kommentar, lohnt sich nicht). Nein, Kreativität lässt sich nicht erzwingen, aber wie Du schon sagst, man kann versuchen, selbst Ideen zu entwickeln.

      Ich bekomme von den Streits auch nur mit, weil ich kreuz und quer in der Bloggerwelt lese oder mir auch mal etwas erzählt wird. Ich selbst habe keine Streits hier, das würde ich auch niemandem raten^^ wenn ich manchmal so höre, wie es auf Events zugehört und was man so hinter den Kulissen für "Probleme" hat, schlage ich die Hände über den Kopf zusammen. Ich denke, das wird eher schlimmer, als dass es aufhört, solange Bloggerinnen sich als Konkurrenz sehen.

      Das hast Du schön umschrieben, von wegen, dass wir Blogger sind und nicht all das, was Du aufgezählt hast. Doch, natürlich, wer bei Blogger noch einen Blog hat, ist eh schon 10 Treppenstufen runtergefallen, weil Blogger uncool ist, wer etwas auf sich hält, ist bei Wordpress, da geht es doch schon los :). Ich finde es auch schön, wenn jemand von SEO und HTML-Ahnung hat (letzteres finde ich ganz spannend), aber Artikel zu verfassen, in denen anderen Bloggern quasi eingetrichtet wird, dass man heutzutage ohne SEO nicht mehr auskommt, ist großer Blödsinn. Ich finde meinen Blog mit Beiträgen ohne Mühe in den Suchmaschinen und immer ziemlich vorne an und meine SEO-Analyse ist eine Katastrophe :) natürlich habe ich mich damit mal beschäftigt, aber ich habe keine Lust, mich stundenlang hin zu setzen und alles auszumärzen, was aus mir einen Profi-Blogger macht. Die Zeit verbringe ich lieber im privaten Umfeld oder mit einem guten Buch oder lauf ne Runde. Das glaube ich Dir gerne, dass in anderen Bereichen auch genauso eine Entwicklung stattfindet, es ist alles sehr professionell geworden, leider. Bei den Berufsbloggern verstehe ich es, da geht es nicht ohne, aber doch nicht bei jedem Popels-Privat-Blog. Ups, ist mir jetzt so rausgerutscht, aber ich schließe mich da mit ein :) Dann viel Freude am unproduktiven Wochenende, das muss auch mal sein, gerade, wenn man eine anstrengende Woche hatte und danke für Deine ausführliche Stellungnahme zum Thema. Liebe Grüße zurück

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  3. Amen! Die momentane Situation, hast du meiner Meinung nach, gut in den einzelnen Punkten zusammengefasst. Es ist nicht so, dass ich mich mit meinem Blog über irgend etwas beschweren könnte, er läuft sehr gut. Auch was Kommentare und alles drum herum betrifft. Aber ich vermisse das Bloggen in der Art, wie es noch vor 7 Jahren war. Damals hatte ich z.B. Nagellack von Bipa verlost, ohne großen Wert. Und trotzdem hatten ganz viele Bloggerinnen das Gewinnspiel, auf ihrem eigenen Blog, geteilt und bekannt gemacht. Nur so, aus Kollegialität und einem Miteinander. Das war früher üblich, wir hatten uns so viel gegenseitig geholfen. Heute weiß ich wie besonders es damals war. <3 :)

    Wünsche dir ein schönes Wochenende Andrea, liebe Grüße <3

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    1. Amen! :) Dein Blog ist ja auch ein ganz wunderbares Beispiel, wie man stressfrei ohne Kooperationen, Geld verdienen, Druck, Konkurrenz usw. bloggt, Du machst seit jeher einfach Dein Ding und es hat Dir viele treue Stammleser und eine sehr nette Community auf Deinem Blog eingebracht. Du hast Dir das redlich verdient und Dein bescheidenes, freundliches Auftreten hat sicher auch dazu beigetragen. Sowas kann ja nicht jeder. Und wer ohne Erwartungshaltung bloggt, wird auch nicht enttäuscht. Ich hätte mir das früher auch mal verinnerlichen sollen, dann hätte ich nicht ständig Frustphasen gehabt, die ich ja teilweise heute noch habe, weil mein Gerechtigkeitssinn manches leider nicht verstehen möchte :) Ja, früher war es üblich, Gewinnspiele zu teilen und die Werte waren eher gering im Vergleich zu heute, aber darum ging es gar nicht. Damals hat man auch oft noch aus eigener Tasche einen Gewinn finanziert, sowas habe ich in den ersten Jahren auch öfter gemacht, es waren immer nur Kleinigkeiten. Zusammenhalt und ein kollegiales Miteinander war definitiv vorhanden und ich habe das auch sehr zu schätzen gewusst. Heute ist jeder irgendwie Alleinkämpfer. Danke auch für Deine Rückmeldung und auch Dir ein schönes Wochenende, liebe Grüße zurück <3

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  4. Du hast es sehr gut zusammengefasst.Die meisten Punkte schwirren mir in den letzten Wochen auch im Kopf rum. Ich habe in all den Jahren versucht immer ich selber zu sein und mein Ding zu machen.Klar wurde ich auch beeinflusst aber heute weiß ich was ich will (meistens).
    Hin und wieder frag ich mich auch warum ich das mache.Aber wie oben JayJay schon sagt.Dann kommen wieder die positven Seiten und Rückmeldungen.
    Ein andere Punkt den Andrea oben schon angesprochen hat sind Gewinnspiele. Früher freute man sich über Kleinigkeiten und wenn man heute nix "großes" verlost wird mal sozusagen doof angeschaut.Ich weiß noch , dass sind jetzt auch 3 Jahre oder länger her, da bekam ich mal eine Email, wie ich den nur 1! lächerliche Badekugel verlosen können. Musste echt drei mal schlucken.
    Bei PR Sampels freue ich mich immer sehr und bin jetzt auch nicht neidisch auf andere.Nur wie Firmen das aufteilen, hast du ja gut beschrieben, bin ich auch immer überrascht.Gerade wenn es Blogs sind die auf einmal über ein Produkt oder eine Sparte schreiben, die man sonst nie auf ihren Blog findet.
    Ich bin sehr gespannt, wie sich alle diese Bereiche in den nächsten Jahren entwickeln.
    Wünsche dir ein schönes Wochenende
    LG Chrissi

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    1. Dankeschön! Du bist ja auch schon sehr lange dabei wie ich weiß und klar, man macht sich so seine Gedanken, vor allem, wenn man nicht so im Einheitsbrei untergehen möchte. Ich finde es sehr wichtig, dass man immer bei sich selbst bleibt und das zählt meiner Meinung nach viel mehr, als wie ein dummes Schaf hinter den anderen her zu trotten. Die Gewinnspiele sind ein Zirkus für sich, allerdings. Mein Lesergeschenk neulich hat ja auch kaum Zuspruch gefunden, vielleicht waren manchen die Sachen zu "billig" oder wenig großzügig, es gab gerade 2 Interessenten, was ich sehr schade finde und mir auch etwas die Freude daran genommen hat. Ich mache ja so keine Gewinnspiele, aber etwas an Stammleser zu verschenken, finde ich eine gute Idee. Oft kommen Leute ja eh nur auf Blogs, wenn es etwas abzustauben gibt. Ich freue mich auch immer sehr über PR-Samples. Vermutlich ist das bei uns so, weil wir nicht so oft das Glück haben, dann weiß man es mehr zu schätzen als die, die ständig etwas bekommen. Manche Blogger aus der Beautyszene bewerben ja auch seit einer Weile Produkte, die mit Beauty überhaupt nichts zu tun haben, auch das ist eine Entwicklung, die ich absolut unmöglich finde und auch das hat nichts mit Neid zu tun, eher mit Leuten, die wahrscheinlich auch noch ihre eigene Oma für Fame und Kohle verkaufen würden, so ungefähr ^^ Auch Dir ein schönes Wochenende und danke auch für Deine Einschätzung zu allem, liebe Grüße zurück

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  5. Liebe Andrea

    sehr schön geschrieben.
    Ich versuche mir zweimal in der Woche Zeit zu nehmen, um auf meinen Lieblingsblogs ein Kommentar zu hinterlassen. Denn ich bekomme selbst gerne Kommentare und deshalb hinterlasse ich sie auch auf meinem Lieblingsblogs. Ich mache es so wie du ich lese über Bloglovin oder über meine Blogliste, markiere wieder als ungelesen und dann kommentiere ich wenn ich wieder am PC sitze.
    Ich antworte auch immer und wenn es nur ein Danke ist....mich ärgert es auch, wenn ich Kommentiere und dann kommt null zurück........
    Liebe Grüße
    Marina

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    1. Liebe Marina, danke für Deine unterstützenden Worte. Ich weiß, dass Du beruflich oft stark eingespannt bist und dann finde ich es umso toller, dass Du Dir diese Zeit nimmst. Du gehörst auch zu jenen, die sich um ihre Leser in Form einer Antwort kümmern und auch bei mir hinterlässt Du oft ein paar Zeilen, über die ich mich immer sehr freue. Es muss ja gar nicht immer viel sein, genau, ich handhabe es auch immer unterschiedlich, wie es mir gerade einfällt und natürlich erwartet niemand, dass man ständig überall präsent ist. Es geht mir nur so um die grundsätzliche Haltung zum Kommentieren, aber Du wirst ganz sicher gewusst haben, wie ich das meine. Eine schönes Wochenende noch und hab ein schönes Restwochenende! Liebe Grüße zurück

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  6. Hallo liebe Andrea! Hach, wie schön du mir mal wieder aus der Seele reden kannst, mir kommt's vor, als sei der Text von mir selbst verfasst. Ich will auch gar nicht mehr so viel dazu sagen, da du meine Meinung ja auch schon im einzelnen kennst und ich auch nur das wiederholen würde, was die Mädels hier teils schon geschrieben haben. Ich musste kurz Lächeln, als du die Blogawards von früher erwähnt hat, ja stimmr, man hat sie tatsächlich gesammelt und immer direkt in das Seiten Gadget eingebunden, wenn man wieder einen neuen hatte. Das habe ich schon total vergessen aber genau das waren damals die kleinen Dinge, die ich so sehr mochte am Bloggen. Es hat einfach Spaß gemacht, war frei und dazu da, sich selbst auszuleben. Heute ist es immer noch so; aber ich finde als Blogger wie du und ich es sind, wird es einem zunehmend schwer gemacht, sich mit dem was, was man tut und wie man es tut, gut zu fühlen. Wenn man ständig von dieser Hyper Professionalität, all den kostenlosen Testpeodukten und Events anderer beschallt wird, Kann man manchmal einfach nicht wegschauen und drüber hinweg sehen, dass man selbst quasi "auf der Stelle bleibt". Ich würde mir einfach wieder eine soziale, freundschaftliche und liebevolle Bloggerwelt Wünschen, so wie sie früher war. Liebe Grüße

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    1. Liebe Mona, schön, dass wir einer Meinung sind :) Ja, wir haben uns schon ausführlicher darüber unterhalten und ich finde es beruhigend, dass doch einige Leute meine Empfindungen und Wahrnehmungen zum Thema teilen. Haha, ja die Blogawards, ich war da richtig stolz drauf^^ manche hatten gleich 5-6 in der Sidebar und da gab es damals auch so einen glitzernden Eiffelturm oder sowas :) den fand ich richtig cool^^ Richtig, es hat einfach Spaß gemacht, es ging nur ums Blogen, nicht um Erfolg, SEO, Testprodukte, Events, weiß der Geier, man war "frei", niemand guckte groß was der andere macht, eben das. Und der Zusammenhalt und das Miteinander war richtig harmononisch, da gabs keine "Blogbiester" wie neulich auf einem Blog genannt, Lästereien usw. - zumindest habe ich davon nichts gespürt. Ich glaube, wir hoffen da vergeblich, was eine liebevollere Bloggerwelt angeht. Viele sind doch so auf sich selbst gepolt und kriegen ja gar nichts mit, was um sie herum passiert. Liebe Grüße zurück und hab noch einen schönen Sonntag!

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    2. Ach ja, die Blogawards... Ich bin aus allen Wolken gefallen, als ich einen bekommen habe und muss ehrlich zugeben, dass ich ihn direkt ganz stolz eingebunden habe... ich habe kein Blogthema, blogge auch nur nach Lust, Laune und Energie und trotzdem gibt es wohl Leute, die meinen Blog mögen. Ich erinnere mich auch noch, wie interessant ich solche Auszeichnungen bei anderen immer fand, weil häufig auch derjenige, von dem man ihn bekommen hat, verlinkt war. So hat man direkt neue Blogger für sich entdeckt.

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    3. Ja, das war immer etwas Besonderes :) Ich habe auf die Art früher auch oft neue Blogs entdeckt. Man muss ja auch gar kein Blogthema haben, jeder so, wie er möchte und natürlich auch, wie oft man bloggt, da hat jeder so sein eigenes Zeitfenster, völlig klar. Umso schön, wenn dann trotzdem regelmäßig Leute vorbeischauen bei Dir.

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  7. Wo kann ich unterschreiben?
    Auch wenn ich noch nicht sooo lange in der Beautybloggerszene umherdümpel [war vorher nur ein "privates Livejournal"], sind mit diese Wandlungen schon aufgefallen - und auch übel aufgestoßen.
    Ich bezeichne mich ja gerne als "kommentiermonster", habe über Jahre viel und regelmäßig auf so gut wie allen Blogs in meiner Leseliste kommentiert. Was zurückkam? Ob überhaupt eine Antwort kam? Naja, wir können es uns ja denken ;)
    Andersrum wird sich gerade auf Twitter viel über mangelnde Kommentare und Rückmeldungen zu Blogbeiträgen beschwert - ja, warum bloß, wenn man als Kommentator überhaupt keine Beachtung findet?
    Bloggen ist irgendwo auch Geben und Nehmen.
    Ich habe es aufgegeben, bei einigen Blogs zu kommentieren, bei einigen versuche ich es dennoch, weil ich die Mädels schon mal etwas näher kennenlernen durfte und weiß, dass es sich um richtig tolle Personen handelt.

    Und was liest man in fast jedem "Bloggertipps"-Beitrag?
    Kommentiert, unterstützt euch.
    Ja, ist klar.
    Ich habe es, wie gesagt, teilweise aufgegeben, weil es die Mühe und Zeit einfach nicht wert ist. Meine Leserzahlen stiegen auch nicht mehr, dafür freue ich mich über meine Leser und die Kommentare, die ich erhalte und versuche weiter, meine kleine, dunkle Ecke in der Beautyecke beizubehalten :)

    [Am Rande: Ganz wunderbar fand ich es durch deine Blogparade auf andere, sympathische Blogs aufmerksam gemacht worden zu sein. Ich bin zwar nicht so fashionaffin, doch die Frauen sind einfach so herzerfrischend und wohltuend, da folge ich gerne!]

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    1. Hier! *Stift hinhalt* :) es freut mich, dass Du meine Gedanken teilst. Du hast das schön gesagt, dass das Bloggen ein Geben und Nehmen ist, so sehe ich das auch. Und es ist schon bitter, wenn man selbst überall fleißig kommentiert und die jeweilige Blogbetreiberin einem ein ungutes Gefühl gibt, weil nie geantwortet wird. Ich kann verstehen, dass Du es bei einigen dennoch weiterhin machst, weil Du die Personen dahinter etwas kennengelernt hast; so ergeht es mir auch teilweise, aber der Ärger ist oft größer über deren Ignoranz, finde ich aber eine sehr feine Geste von Dir (hoffe, dass es doch noch belohnt wird). Ich nehme das gar nicht mehr ernst, wenn ich solche Tipps lese, haha...erst neulich hab ich irgendwo Ähnliches gelesen wie Du gerade geschildert hast und da dachte ich dann auch "Fang doch bei Dir an, das Bloggen kann SOOO einfach sein" - Ist nicht so schlimm, wenn die Leserzahlen nicht mehr steigen, auch, wenn man es sich wünscht. Es ist nicht Deine "Schuld", sofern man das überhaupt sagen kann. Es ist so unglaublich schwer geworden, aus den unterschiedlichsten Gründen. Manchmal ärgert es mich ja schon, dass ich früher nicht so richtig Gas mit dem Blog gegeben habe, da hätte sich das noch ausgezahlt, weil es eben nicht so viele Beautyblogs gab, aber ich war da zu blöde für irgendwie und auch etwas naiv. Aber die Naivität wird einem dank Erfolgsgequatsche und SEO-Krempel ganz fix genommen :) zumindest bin ich immer up to date, das ist doch schon mal was^^ Es freut mich sehr, zu hören, dass Du durch die Blogparade an einige tolle Blogs gekommen bist. Mir geht es da wie Dir, ich bin jetzt auch kein wirklicher Modefan, aber manche Blogs sind so reizend und die Bloggerin dahinter echt liebenswert, dass man ALLES gern liest. Hab das speziell auf einem Blog, da lese ich wirklich jeden Beitrag und sowas ist schön! Liebe Grüße an Dich

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    2. *Unterschrift kritzel* ;)

      Ja, ich glaube, wir schwimmen da auf einer ähnlichen Welle und ich fühle mich gerade sehr verstanden :D

      Danke =)

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  8. Applaus für diesen super Beitrag!

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    1. Vielen Dank liebe Tama, freut mich, dass er Dir gefällt!

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  9. Liebe Andrea,
    wow, das ist gerade der erste Post den ich von dir lese und ich finde dich direkt sympatisch. Wahnsinn, du sprichst mir aus der Seele. Es ist schön, dass auch Blogger die schon länger dabei sind, mal so auf dem Boden der Tatsachen bleiben.
    Ich verstehe auch nicht, wieso manche Blogger auf die Kommentare ihrer Leser nicht antworten. Ich finde das frech, unhöflich und zeigt doch eigentlich nur, dass ihnen die Leser total egal sind. Dass man nicht sofort antwortet, ist ja okay, aber irgendwann sollte es dann auch mal der "beschäftigste" Blogger hinbekommen.
    Was ich persönlich auch nicht so mag, sind diese Pseudokommentare. Von wegen "Schöner Beitrag" und man weiß genau, dass die Person einfach nur kommentiert des Kommentieren wegen. Da denke ich mir dann, dass man das dann auch sein lassen kann.

    Jedenfalls gefällt mir dein Post extrem gut genauso wie dein Blog!
    Liebste Grüße,
    Therese
    Read All About It

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    1. Liebe Therese, ich danke Dir für Deinen lieben Kommentar und es freut mich sehr, dass Dir mein Beitrag und auch mein Blog gefällt :) Lieben Dank auch fürs Abo - jeder neue Leser ist hier herzlich willkommen. Ich werde Dich in dieser Woche auch mal besuchen, mir fehlt nur gerade die Zeit etwas. Auf dem Boden der Tatsachen zu bleiben, ist meiner Meinung nach erforderlich, denn auch ich bin nichts Besonderes nur weil ich hier ein paar Produkte, die man an jeder Straßenecke kaufen kann, bespreche. Einige führen sich aber auf, als wären sie die geborenen Fachleute und allgemein so die Art mancher, ich hab aufgehört, das verstehen zu wollen. Ich denke auch, dass das Kommentieren wichtig ist und man kann dann nur diesen Leuten entfolgen, wohl die beste Antwort, aber vermutlich merken sie es nicht mal und auch das ist dann egal, ne. Von mir aus ^^ Diese 0815-Kommentare liest man häufiger - die dienen nur einem Zweck: Der Verlinkung auf den eigenen Blog, in der Hoffnung, dass jemand Neues draufklickt und man im Bestfall ein Abo mehr hat. Ich mag das auch nicht sonderlich. Auf Blogs, auf denen ich oft kommentiere, schreibe ich manchmal auch mal nur nen Satz, klar, da weiß diejenige dann aber auch, dass ich sonst ausführlicher unterwegs bin. Und Romane muss man auch nicht immer schreiben; gesundes Mittelmaß halt. Allgemein bleibt abzuwarten, ob sich da so insgesamt nochmal etwas tut, dass manche ihre Einstellungen überdenken, aber da jeder so sehr mit sich selbst beschäftigt ist, ist das sicher ein ganz frommer Wunsch :) Ganz liebe Grüße an Dich!

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