Donnerstag, 3. März 2016

Blogreihe: "Einfach drauf los": Blogziele, Euer Einsatz, Erwartungen etc.

Hi Ihr Lieben,

mir geht wieder etwas aktuell durch den Kopf und das ist eine ganz prima Sache für meine "Einfach drauf los"- Blogreihe, die allerdings jetzt mehr die Bloggerinnen unter Euch betrifft.

Speziell seit letztem Herbst ist mir verstärkt aufgefallen, dass viele, bereits bekannte, Bloggerinnen Tipps geben, wie man seinen Blog optimieren kann, was es zu verbessern gilt, wie man mehr Leser bekommt, die SEO-Optimierung ist auch ein ganz großes Thema, kurzum: Wie werde ich "erfolgreich" mit meinem Blog. Anhand der Kommentare, die ich unter solchen Posts lese, fällt mir auf, dass viele Bloggerinnen hocherfreut über solche Tipps sind - auch ich hier und da, wenn auch aus anderen Gründen, dazu gleich noch. Scheinbar ist es seit einer Weile sehr wichtig, sich als Blogger zu "etablieren" und sich quasi von der Masse der Beautyblogger abzusetzen. Ein raffiniertes Design oder sehr Basic, HighQualityFotos (ruhig riesengroß^^) und möglichst viele Posts raushauen - am besten täglich.

Grundsätzlich finde ich solche Tipps ja ganz nett. Aber, sie klingen alle immer so als müsste man mit seinem Blog erfolgreich sein. Aber was genau ist denn der "Erfolg", den ein Blogger sucht oder braucht? Viele Leser, viele Gratisprodukte, Eventbesuche, Kooperationen?

Daher meine Frage: Was ist für Euch Erfolg beim Bloggen und welches Ziel verfolgt ihr?

Nachstehend nun mal meine Meinung dazu und sie wird sich mit Sicherheit von der anderer Blogger unterscheiden, denn ich glaube, dass ich Erfolg ganz anders definiere, vorausgesetzt, meine geahnten Motive, wie gerade ausgeführt, treffen zu.

Natürlich verfolge ich auch, seit mein Blog existiert, was auf anderen Blogs so passiert. Manche Bloggerinnen kennt man noch aus den eigenen Anfängen, da sieht man die Entwicklung besonders gut - im Vergleich zu dem, wo man selbst steht.

Dann fangen wir erst einmal damit an, wo ich stehe. Durch meine Blogpausen habe ich mir, so wie üblicherweise "Erfolg" mit dem Blog definiert wird, sicher selbst ins Knie geschossen. Aber, die Blogpausen haben sicher auch deutlich gezeigt, dass mir mein Blog nie so wichtig war, dass ich hätte unter allen Umständen bloggen wollen und da sind wir auch schon bei meinem Ziel: Ich habe keins! Ich bin nur Hobbyblogger, aber auch unter jenen soll es welche geben, die Erfolg haben wollen, was immer darunter verstanden wird.

Sicher hat es auch meinen Leserzahlen geschadet, dass ich diese Pausen hatte. Mir ergeht es da auch nicht anders. Wenn jemand so 3-4 Monate nichts postet, haue ich den Blog auch oft aus der Liste, vor allem, wenn er mir vielleicht ganz allgemein nur mäßig gefallen hat. Ich haue aber auch Blogs aus der Liste, die ihre Postings zu 60 Prozent mit Eventbesuchen und Kooperationen sowie Gratisprodukten füllen, weil: Langweilig, aber das wird gerne als "erfolgreicher Blog" gesehen. Und klar, es gibt auch Leute, die meinen Blog langweilig finden. All diese Empfindungen, warum man irgendwo liest, sind völlig normal und legitim. Deswegen bin ich niemandem böse, der mich nicht mehr lesen will, aber: Es trifft mich mehr als wenn ich z.B. Kooperationen hätte und ein Partner wäre weg.

Und ich glaube, da habe ich einen ganz entscheidend anderen Gedankengang als andere: Ich blogge in erster Linie für Privatpersonen, die sich für Beauty interessieren und andere Beautyblogger und freue mich, wenn auf meinem Blog z.B. Reviews bei einer Kaufentscheidung gelesen werden. Mich lesen nicht viele andere Blogs, sondern meine Leser stammen zu einem Großteil von Google. Leute suchen irgendein Produkt und landen auch öfter mal bei mir. Ein Abo machen sie nicht, weil sie vielleicht keinen Account haben, weil sie auch keinen anlegen möchten und wenn ich Glück habe, merken sie sich meinen Blog und gucken mal wieder rein. 

Bei mir kommentieren auch fast immer die gleichen Leute. Ein paar Stammleser habe ich, ansonsten kommt immer mal die eine oder andere Bloggerin, die etwas kommentiert, es ist so ein Mischmasch aus festen Lesern und Mädels von anderen Blogs, bei denen ich z.B. gern kommentiere, dass sie mir auch mal was Nettes da lassen. 

Ganz allgemein fällt mir auf: Hier tut sich nicht wirklich viel. Ich kann weder eine deutliche, kontinuierliche Steigerung meiner Abozahlen vorweisen noch wirklich viele Kommentare. Dennoch wird mein Blog täglich oft bis zu 120-150 x besucht, mal etwas weniger, mal auch mehr. Ich finde, alleine schon 20 Leser, die sich täglich hier tummeln, wären es wert, einen Blog am Leben zu halten. 

Meinen Erfolg sehe ich darin, dass man hier immer wieder landet und liest, denn es müssen nicht immer feste Abonnenten sein, wobei die immer ein bisschen ein Garant dafür sind, dass sich ein Blog bewährt hat. Was man gut findet, da bleibt man halt. Aber, es werden auch einfach viele GoodWill-Abos geschlossen, ich glaube, die hat jeder Blog, sei es aus Sympathie oder einfach dem Gefühl "Du hast mich abonniert, ich abonniere Dich jetzt auch". 

Es gibt Blogs, die haben in etwa damals mit mir angefangen und haben heute 5.000 Leser, ich habe immer noch keine 300. Was habe ich also falsch gemacht, dass ich auf der Stelle trete? Wenn man das Wort "Erfolg" nun so definiert wie viele: ALLES!! :) Ich habe meinen Blog nicht voran getrieben, ich habe eine zu große Fresse, was die eigene Meinung kundtun angeht, ich bin alt (welche Frau in meinem Alter hat noch einen Beautyblog? Ich kenne keine ^^), dann hatte die Alte auch noch Pausen und sie kauft ja auch nur Drogeriekram oder sagen wir: Überwiegend und regelmäßige Beautyhauls macht sie ja auch nicht und wenn, dann nur immer ein paar Teile. Das interessiert viele nicht. Hier gibt es weder Reviews über gehypte US-Marken, noch HighEnd, eigentlich bin ich, so vom Empfinden her jemand, dem man sagen könnte: "Ach, weißt Du...Du bist echt ne Nette, aber seien wir mal ehrlich, so richtig im Trend liegst Du ja mit Deinen Postings nicht, Du zeigst zu wenig Einkäufe, die preiswerten Drogeriesachen sind nicht mehr so gefragt, das weißt Du ja und überhaupt" - okay. Das könnte tatsächlich ein Grund sein.

Auch ich lese furchtbar gern, was es in den USA an neuer Kosmetik gibt und bin dankbar, wenn ich da Tipps finde, was auf meine Wunschliste kommt oder dass man einfach weiß, wie man wo im Ausland bestellt, Thema Zoll und Umsatzsteuer. Ich finde das super und auch diese Blogs muss es geben, die sich damit gerne und intensiv beschäftigen und die auch bereit sind, 50-100 US-Dollar-Bestellungen mehr oder weniger regelmäßig zu leisten oder sich aus jeder HighEnd-LE ein paar Produkte zu gönnen. 

Aber, Blogs wie meinen muss es auch geben, finde ich. Ich tue hier niemandem weh, ich mache einfach auch nur mein Ding. Und ich mache es gern und von Herzen, und zwar jedes Posting! Ohne Druck, ohne Stress, ohne mich mit irgendeiner Firma abstimmen zu müssen. Nur ich - und sonst niemand.

Den Aufmerksamen unter Euch ist aber sicher aufgefallen, dass ich so ganz untätig hier auch nicht war, neben der normalen "Blogarbeit". Neues Design (das mache ich eh öfter), seit einer Weile eine bessere Fotoqualität, schönere Fotohintergründe, Collagen...warum stecke ich in sowas Zeit, wenn ich doch gar keinen Erfolg will? Nicht, dass noch eine Firma auf mich aufmerksam wird und denkt:"Oh, die Frau hat zwar einen kleinen Blog, aber das ist ja auch ganz nett bei ihr, schicken wir ihr mal was" - was für fatale Folgen das hätte ^^.

Ich sage Euch mal was: Ich hätte überhaupt nichts dagegen, ich hätte gerne mal wieder etwas gratis. Aber, seit ich wieder blogge, hat es sich nicht ergeben, denn man muss mittlerweile immer mehr dafür tun, um von den Firmen entdeckt oder beachtet zu werden. Und ich gehöre nicht zu jenen, die Produkte anfragen - das ist einfach nicht meine Art, das empfinde ich als Bettelei, auch, wenn ich mittlerweile weiß, dass das durchaus gemacht werden darf und teils wohl erwünscht ist. Es entspricht einfach nicht meinem Charakter, eine Firma anzuschreiben: "Hallo, ich habe da einen Blog, ich interessiere mich sehr für Beauty und es würde mich so wahnsinnig freuen, wenn Sie mir mal ein paar Produkte Ihres Sortiments zuschicken, über die ich dann gerne berichten werde". Never! Ich kann sowas nicht und hätte danach echte Bauchschmerzen.

Das nur zum Thema Gratisprodukte. Ich müsste lügen, wenn ich sage: Ach, ich will sowas nicht. Doch, ich will schon, aber es ist mir nicht wirklich wichtig. Wollt Ihr wissen, was das Wichtigste für mich auf meinem Blog ist und somit mein Ziel, wenn man es so nennen kann?

Ihr Leser! Und ich meine das wirklich ernst. Ich freue mich über jeden Kommentar wahrscheinlich so wie andere über eine LE von Dior, die sie zugeschickt bekommen. Kommentar heißt für mich, dass jemand Interesse an meinem Posting hatte und es ihm wichtig genug ist, etwas dazu zu sagen. Genau aus diesem Grunde kommentiere ich auch bei anderen gerne. Häufig nur, wenn mich wirklich vieles anspricht. Denn auch ich möchte ein bisschen die Mühe, die ich in meine Postings stecke, honoriert wissen und das schaffen bei mir Kommentare, die man nicht nur aus Pflichtgefühl bei mir lässt ("Ach, die kommentiert immer bei mir, ich MUSS da auch mal"). Ich freue mich ganz doll darüber!

Eine Firma, die mir etwas schickt, tut das doch nicht, weil sie mich so mag. Die macht das doch nur, weil ich z.B. 1.800 - 6.500 (beliebig erweiterbar^^).  Leser habe und sie so viele Leute auf ihre Produkte aufmerksam machen kann. Wer hinter dem Blog steckt, ist denen doch erst einmal egal. Hauptsache, ihr Produkt wird gezeigt und im Idealfall günstig reviewt, das könnte einen höheren Absatz zur Folge haben. Ziel erreicht. Okay, der Blogger hat auch noch etwas davon: Etwas gratis und wieder Füllmaterial für seinen Blog, hier und da sicher auch mal für eine Review etwas Geld. Deal? Ja, ist okay, wirklich.

Aber ich glaube, ich möchte das alles gar nicht. Mir darf man gerne mal etwas schicken, das ist dann wie Weihnachten und Geburtstag auf einmal, aber ich sage ganz ehrlich, und das darf auch jede Firma lesen: Ich will gar nicht zu denen gehören, die ständig Produkte erhalten und besprechen müssen oder sagen wir mal, dass man es fairerweise tun sollte, wenn man schon was bekommt. Mir wäre das zu viel Arbeit, ich hätte gar keine Lust, wenn ich wüsste, dass da noch 3 Produkte stehen, die ich in absehbarer Zeit noch reviewen oder zumindest zeigen müsste. Weil die Firmen das so erwarten, weil sonst das schlechte Gewissen kommt. 

Als kleine Bloggerin habe ich richtig Glück, nach meinen Maßstäben:

Ich muss mir mit meinem Blog weder eine Existenz aufbauen noch mich unter Druck setzen. Ich kann Bloggen, wann und wie ich das will. Die Bloginhalte bestimme ich, keine Kooperationen oder Gratisprodukte. Wenn ich mal 3 Tage keine Lust habe, etwas zu zeigen und zu schreiben, absolut egal, es stört niemanden. Und wenn ich 5 Posts die Woche raushaue, weil ich Lust dazu habe, auch gut.

Mir macht das Bloggen gerade momentan soo viel Freude. Ich liebe es, Collagen zu basteln, wie man auch unschwer erkennen kann :). Ich freue mich total, wenn jemand mir eine Rückmeldung gibt und sich mal was gekauft hat, was mir gefiel und das passiert in letzter Zeit tatsächlich öfter. Das ist doch schön, dass man so jemandem einen guten Tipp geben konnte. Mir bedeuten solche Dinge was. Dafür brauche ich keine SEO-Optimierung, Visitenkarten für meinen Blog oder 2.385 Leser. 

Ich weiß aber auch, dass ich sicher mal wieder eine Phase habe, wo es hier ruhiger wird (Pause vielleicht nicht so, aber doch deutlich ruhiger), sei es, dass ich keine Lust habe, lieber intensiver mal wieder ein anderes Hobby pflege - irgendeinen Grund gibt es ja immer. Und dann ist es einfach schön, wenn man keinerlei Druck hat - sicher gehen wieder ein paar Leser, aber das ist okay. Mein Leben hängt nicht von meinem Blog ab, es soll jeder das tun, was er tun möchte. 

Meine Einstellung ist: Für Berufsblogger sind all diese Dinge, die ich gerade angesprochen habe, ein Muß, absolut klar. Je professioneller, umso besser und da setze ich auch hohe Maßstäbe. Aber, ich bin Freizeit- und Hobbby-Blogger und ich muss hier gar nichts, außer das tun, was ich möchte - und vielleicht kann man das ja auch verstehen. Und das soll auch vermitteln: Alle Hobbyblogs, die sich jetzt in SEO üben und in Blogoptimierung - ich finde es unsinnig. Und wenn man diese Dinge tut, um möglichst Gratisprodukte zu bekommen und sonstiges, sollte man es ehrlicherweise auch zugeben. 

Manchmal würde ich mich gern mit den "Professionellen" vertraulich unterhalten :) Mich würde brennend interessieren, ob sie ab und zu mal keine Lust haben, zum 5. Mal in der Woche auf sämtlichen Plattformen zu schreiben "Huhu, neues Posting auf meinem Blog" - mich würde es nerven. Ich bemühe mich da immer um Toleranz, aber es fällt mir manchmal schwer. Wer den Blog liest, wird es doch eh sehen, aber klar, mehr Reichweite und so, bis sich das letzte Schaf auf einem Blog verirrt hat und den Aboknopf drückt, ist das das Ziel? Muss man sowas tun, um Erfolg zu haben?

Wie steht Ihr zu diesen Themen? Bloggt Ihr auch nur aus Spaß, erhofft Ihr Euch auch, eines Tages "groß" zu werden, seht Ihr manches so wie ich oder gar ganz anders? Sicher ist hier eine klare Haltung und Einstellung von mir ersichtlich, aber, ich möchte Euch herzlich bitten, auch, wenn Ihr ganz anders denkt, Eure Meinung da zu lassen. Diskussionen sind immer spannend, oder? 

Liebe Grüße
Muddelchen








Kommentare:

  1. Für mich ist Bloggen nur ein kleines Hobby und keine Hauptbeschäftigung. In so fern würde ich mir den Teufel tun, da so viel Energie und Geld mit SEO Optimierung, Produkten, Fotographie, Equipment uswusf. reinzustecken. Außerdem möchte ich dieses Hobby nicht zum Beruf machen, weil ich weiterhin ehrliche und kritische Rezensionen schreiben möchte und es als Ventil benötige. Wie du schon richtig schreibst ist es mir auch wichtig zu bloggen wann und wo ich will. Ich will damit nicht groß raus oder die Welt verändern.
    Als Konsument finde ich diese ganzen Diskussionen uninteressant und vor allem nervtötend. Ich will einen gut recherchierten oder amüsanten Blogpost von einer netten Person lesen. Es ist mir egal mit welcher Kamera das Bild geschossen wurde, wie die Seviette drappiert ist, wer das Zeug gesponsort hat und wie viel die Suchmaschinen davon profitieren. Ich aboniere die wenigsten Blogs wegen tollen Bildern, sondern eher wegen tollen Inhalten. Ich scheu auch nicht davor, Blogs zu entfolgen, die sich wie eine 0815 Frauenzeitschrift lesen.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Kann ich alles so unterschreiben, wobe ich ehrlich bin: Schöne Fotos sehe ich mir schon gerne an, aber ich erwarte nicht, dass jemand ne halbe Stunde braucht, um ein ganz toll dekoriertes Foto zu zeigen, das ist schon wieder ein Aufwand, zu dem ich keine Lust hätte und ich erwarte es natürlich auch nicht von anderen. Solange man erkennen kann, was da auf dem Foto ist ^^ und man einfach auch sieht, jemand gibt sich bissel Mühe, reicht mir das ja schon. Danke Dir für Deine Rückmeldung. Ich bin gespannt, was noch an Kommentaren reinkommt. LG

      Löschen
  2. Ich mag ehrliche Texte.Das ist der erste Eintrag den ich von dir lese .Gefällt mir sehr gut. Zu deiner Frage kann ich nur sagen das ich erst angefangen habe zu blogen und neugierig gespannt bin was sich alles noch so ergeben wird .Aber klar ich finde das Blogen als Hobby sehr toll.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Vielen Dank, das freut mich sehr und herzlich willkommen in der Blogger-Welt, ich wünsche Dir sehr viel Freude am Bloggen! Liebe Grüße

      Löschen
  3. Ich finde es gut, dass du deine Meinung so geradeheraus sagst. Ich lese lieber Blogs, bei denen ich das Gefühl habe, die Person dahinter macht das mehr als Hobby als als Beruf. Nicht, dass berufsmäßige Blogger nichtnett sein können, aber bei Hobbybloggern habe ich trotzdem immer das Gefühl, dass die ehrlicher schreiben und auch authentischer sein können. Die Grenzen, wenn es welche gibt, sind natürlich fließend.

    Ich blogge auch, weil es mir Spaß macht. Leistung ist bei mir ohnehin so ein problembehaftetes Thema, da lese ich auch nicht so gerne was zu Blog Optimierung und und und. Ich fühle mich dann unter Druck gesetzt, obwohl ich nichtmal einen Beautyblog habe, ich schreibe, worüber ich gerade Lust habe und in Intervallen, in denen ich das leisten kann und möchte. Bei längeren Pausen habe ich zwar immer noch "Angst", Leser zu verlieren... aber mir ist Austausch wichtiger als große Leserzahlen. Klar möchte ich gelesen werden. Ich möchte mich aber auch mit den Leuten unterhalten, das macht für mich mit den Spaß aus. Wenn ich daran denke, ich müsste das beruflich machen... ich komme kaum mit meinen Rezensionen hinterher, obwohl die nur monatlich kommen. Da würde ich ja direkt durchdrehen!

    Klar interessiere ich mich für Kosmetik, Notizbücher, Handarbeit, etc. und möchte da regelmäßig Nachschub genießen. Das Warten darauf wird aber entspannter, wenn ein Blog auch zum Stöbern da ist. Da mag ich Plaudereien lieber als die neueste Review oder schon wieder eines dieser langweiligen Events. Daraus bestehen große Blogs aber überwiegend und es gibt viele, bei denen ich bei der Masse an Produkten, die da ins Haus flattern, fast das Kotzen kriege. Zu viel Auswahl überfordert mich, da kriege ich auch beim xten xxl-Haul das Grausam.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke für Deine Meinung. Ich kann das nur unterstreichen. Natürlich gibt es auch nette Berufsblogger, das steht außer Frage. Auch einigen von ihnen möchte ich nicht absprechen, dass ihre Reviews ehrlich sind, aber ganz sicher nicht allen. Mittlerweile bin ich auch davon überzeugt, wenn man nur aus Spaß und ohne irgendeinen Hintergedanken bloggt, dass das sehr viel befreiender ist und dass man dann automatisch mehr den Fokus auf den Austausch mit den Lesern legt. Denn viele größere Blogger beantworten immer noch nicht viele Kommentare und das stört mich immer. Man hat das Gefühl, dass es nicht um die Meinung der Leser geht bzw. um deren Reaktion auf einen Blogbeitrag, sondern dass reflexartig neue Posts rausgehauen werden und ob jetzt 1 Kommentar oder 30 drunterstehen, ist quasi egal, da sie ohnehin nicht beantwortet werden. Man hört dann immer "keine Zeit".

      Ich könnte beruflich auch nicht bloggen, vor allem, das mag böse klingen, würde ich mich vom Anspruch her gar nicht ausgelastet fühlen, so schön die Welt der Beautyprodukte auch ist. Liebe Grüße

      Löschen
  4. Ich glaube, dazu verfasse ich mal eine Postantwort am Wochenende :)
    Du greifst ja so viele Aspekte auf, die eine Antwort jetzt kurz vor der Arbeit unmöglich machen ;)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Gerne, liebe Caro, ich freue mich drauf :) Wünsche Dir aber heute schon ein schönes Wochenende! LG

      Löschen
    2. Na dann, hier ist sie: http://www.caroskueche.de/2016/03/antwort-muddelchen-blogziele.html
      Danke für den Denkanstoß!
      Liebe Grüße!

      Löschen
    3. Ich danke Dir! Habe zu Dein Posting auch soeben auf Deinem Blog geantwortet :) LG

      Löschen
  5. Ich teile sehr viele deiner Gedanken zu diesem Thema. :)
    Zur Zeit ist meine Blogger-Motivation im Keller, aus unterschiedlichen Gründen, und ich hoffe nicht dauerhaft. Weil mein Blogziel stets den Spaß an der Sache im Vordergrund hatte. Es gab in den Jahren, seitdem ich blogge, schon mal den einen oder anderen Gedanken das Ganze professionell aufzuziehen. Letztendlich fehlte mir dazu aber die (Frei)-Zeit, um mich intensiv um SEO & Co zu kümmern. Zudem war es in Österreich etwas schwieriger die PR-Firmen auf Beauty Blogs und deren Nutzen einzuschießen. Das hat sich mittlerweile zwar verändert, aber um wirklich erfolgreich zu sein, (was auch immer jeder für sich darunter verstehen mag), muss man sich für den Blog schon sehr intensiv reinhängen. Das hört beim Schreiben eines Artikels nicht auf, man muss auch die nötigen Kontakte langfristig knüpfen, dazu gehören auch Events und vieles mehr. Selbst wenn ich die Zeit dazu hätte, Beauty ist mir zwar wichtig, aber nicht wichtig genug, um das hauptberuflich zum Einsatz zu bringen.
    Dennoch war und ist es mir wichtig über Produkte zu schreiben, die ICH ehrlich und aus voller Überzeugung empfehlen kann, oder für die ich auch mal eine klare Ent-pfehlung ausspreche. Aus diesen Gründen habe ich schon so manchen Kooperationsvorschlag sausen lassen, weil ich mich für den Blog, für einen zweifelhaften Erfolg sicher nicht verbiegen werde. Mittlerweile haben aber auch die PR Firmen stark aussortiert, es wird nicht mehr jeder x-beliebige Blogger mit Produkten zugeschüttet, und abgesehen von aussagekräftigen SEO Zahlen, ist auch das Image des jeweiligen Bloggers wichtig(er) geworden. Viele große, qualitativ durchaus gute Blogs, haben sich stark in Richtung Magazin verändert, manchmal geht hierbei aber auch der persönliche Faktor verloren. Ich werfe hier nicht alle in einen Topf, keineswegs, es liegt letztendlich beim Leser, ob man den eher kommerziellen oder doch persönlichen Stil bevorzugt. Schließt eines das andere aus? Schwierig, nur wenige schaffen es, sich die Mischung aus Kommerz, Individualität und Glaubwürdigkeit zu bewahren.
    Ich schätze gut recherchierte Blogbeiträge, ob das nun ein günstiges oder teures Produkt ist, egal. Als Leser muss mich der Artikel und die Schreibweise des Bloggers ansprechen, unabhängig von Normen oder gesellschaftlichen Regeln. Das heißt, auch für mich spielt Sympathie zur Bloggerin eine große Rolle. Ich freue mich über gute Bilder, ob diese mit einer Spiegelreflexkamera oder einem Smartphone geschossen werden, ist mir egal, solange das Produkt auf dem Bild gut erkennbar ist und möglichst farbecht ankommt. Ich mag auch eine Mischung aus Beauty und Lifestyle Talk, oder eben nur mal ein Blogbeitrag mit einem interessanten Thema wie diesem hier. Das setzt natürlich den Willen zum Lesen voraus, eine Eigenschaft, die im Netz nicht mehr allzu selbstverständlich ist. ^^

    Liebe Grüße, Petra

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Petra, ich danke Dir für Deine ausführliche Stellungnahme. In der Tat kann auch ich Deine Gedankengänge gut nachvollziehen, denn auch mir ist die Authentizität einer Person wichtig und wenn große Blogs schon den Vorteil haben, vieles gratis zu erhalten und Kooperationen zu schließen, erwarte ich das umso mehr. Bei manchen fällt einen schon sehr auf, wie sehr sie der Kommerz gefangen nimmt und der ursprüngliche Bloggedanke, den ja wohl hoffentlich viele in ihren Bloganfängen zumindest hatten, nämlich Spaß und Leidenschaft fürs Bloggen, etwas verloren geht oder teils auch gar nicht mehr so vorhanden ist. Sicher ist das auch oft schwierig, eine gesunde Mischung zu finden, wenn man regelmäßiger Eventbesucher ist und Kooperationen hat, seine eigenen Produkte auch noch zu bebloggen, alles schafft ein Hobbyblogger ja oft gar nicht und irgendwas bleibt öfter mal auf der Strecke, so zumindest mein Empfinden.

      Auf gute Fotos lege ich heute auch wert, damit meine auch ich eben, dass die Farben möglichst naturgetreu wiedergegeben werden, nicht funzelig klein sind und das Foto einfach so ist, dass man auch etwas Aussagefähiges erkennen kann. Seit ich mich ein bisschen mehr damit beschäftigt habe, habe ich da selbst auch Fortschritte gemacht, trotz kleiner, preiswerter Kompaktkamera.

      Dein Blog wäre vom Auftritt her und Dir als Person dahinter absolut geeignet, etwas Professioneller zu werden, denn Du hast einfach einen sehr ansprechenden Blog und einen guten Schreibstil, was auch längst nicht jeder für sich verbuchen kann. Dass er Dir letztlich nicht wichtig genug ist, das Ganze auszubauen, verstehe ich gut, für mich käme das auch nicht in Frage, würde ich je vor diesem Gedanken stehen, dafür sind mir andere Dinge, vor allem das reale Leben wichtiger und auch da hört man ja oft, dass einige den größten Teil ihrer Freizeit in ihren Blog stecken und dazu wäre ich nicht bereit.

      "Der Wille zum Lesen" - das hast Du treffend auf den Punkt gebracht. Für mich ist ein Blog eben nicht nur Fotos hochladen, Reviews, mal eben was zeigen, alles, was annähernd hier passt, bringe ich zusätzlich gern zur Sprache. Schön, wenn so etwas gewürdigt wird und eben gelesen :) Hab ein schönes Wochenende, liebe Grüße an Dich!

      Löschen
    2. Ich habe mittlerweile auch das Gefühl, dass man entweder dieser kommerziellen oder vollkommen persönlichen Blogs hat, aber kaum etwas dazwischen. Als ich meine Liste aussortiert habe, sind sehr viele der größeren Blogs rausgeflogen, aber eben nicht alle.
      Deinen Blog lese ich nach wie vor sehr gerne, weil man merkt, dass du viel Herzblut in die Artikel steckst. Wenn du häufiger gesponsorte Beiträge schreibst, würd eich ihn weiterhin lesen, weil du deine Meinung sehr ausführlich begründest. Ich glaube, dass du gute Chancen hättest, mit deinem Blog durchzustarten, weil du eine breitere Zielgruppe ansprichst und Prioritäten setzt. Dir kommt eben nicht jedes Produkt und nicht jeder Hersteller ins Haus und du machst auch nicht jeden Hype mit. Vermutlich sind Muddelchen und ich nicht die einzigen, die diese XXL-Haul-Detox-Spa-Filofax-Snapchat-Hype Blogs von Teens und Twents Leid sind.

      Löschen
    3. Ich danke euch sehr. :-) Mir ist der Austausch wichtig, und wenn ich so treue Leserinnen wie ihr es seid behalten darf, motiviert mich das schon weiterzumachen. Ich möchte meinen Blog auch nicht mehr nur auf Beauty festnageln. Lifestyle ist ja ein sehr dehnbarer Begriff, und als Hobbyblogger dürfen wir es uns locker erlauben auch über andere Dinge des Lebens zu schreiben. Wir machen uns nicht von SEO und Kooperationen abhängig. Ich denke in den letzten Tagen viel über meine künftige Bloggerei nach. Danke, dass ihr mir dazu schöne Anregungen gegeben habt. :-)

      Löschen
    4. Sehr gerne, liebe Petra. Falls es bei Dir künftig auch andere Themen geben wird, wäre ich da sehr gespannt - ich habe gerade übrigens meinen Buchblog wieder aufleben lassen, den führe ich jetzt auch ganz zwanglos, für ein paar Leute, die gerne lesen und sich vielleicht den einen oder anderen Buchtipp holen möchten und letztlich als Lesearchiv für mich selbst. Immer nur Beauty ist selbst mir auch mal bissel zu viel :) LG und einen schönen Sonntag!

      Löschen
  6. Huhu meine Liebe,
    zu einem großen Teil weißt du ja sicherlich schon, wie ich über dieses Thema denke..
    Auch wenn ich mich gerade frage, ob ich mich überhaupt als Bloggerin bezeichnen darf und dementsprechend meine Meinung dazu äußern kann? Ich persönlich hätte mir früher vielleicht mal gewünscht einen riesen Blog zu haben, der "erfolgreich" ist. Ich musste relativ schnell einsehen, dass ich das nicht leisten kann. Weder zeitlich noch finanziell und mit meinen tausend Pausen. Da musste ich dann für mich realistisch sein :( zusätzlich habe ich mich eine lange Zeit auch absichtlich von der Bloggerwelt distanziert. Ganz einfach, weil mir der ständige Vergleich mit anderen überhaupt nicht gut getan hat. Wenn man mit seinen Inhalten nicht annähernd so viele Leute erreicht wie große Blogger, dann wirft das unter Umständen auch mal Selbstzweifel aus. Für mich ist es das mittlerweile nicht mehr wert. Ich versuche mich nicht mehr nur über den Blog zu definieren, wie ich es vllt früher gemacht hab. Allerdings ärgere ich mich schon, dass bei mir immer noch Wochen und nicht nur Tage zwischen den Posts liegen. Vielleicht bekomme ich das ja im Laufe des Jahres noch in den Griff. Denke jeden Tag daran :D
    Dein neues Blog Design gefällt mir sehr - genau wie dein Blog, die Themen und deine Art,die du in den Posts auch Zoll zum Ausdruck bringst (wie ich finde) :)

    Viele liebe Grüße an dich & ein schönes erholsames Wochenende :)
    Melly

    AntwortenLöschen
  7. Hi liebe Melly, lieben Dank an Dich für Deine Worte, die mir viel bedeuten, wie Du weißt <3 Ja, Deine Meinung kenne ich überwiegend und dass Du mich verstehst, hab ich eigentlich auch schon vorausgesetzt (eingebildet, wie ich bin^^ - Du sprichst da etwas an, was ich in meinem Post ganz vergessen habe: Sich über den Blog definieren zu wollen - denn genau das ist das, was ich nie wollte und aber sehr davon ausgehe, dass viele das tatsächlich tun. Es ist dann unheimlich wichtig, viele Abos zu haben, was heißt: Man ist beliebt, Kooperationen: Man fühlt sich wichtig und kompetent und Events: Jetzt habe ich es geschafft, so ungefähr. Für Berufsblogger mag das ja auch die richtige Reihenfolge und absolut sinnvoll sein, aber doch nicht für Leute, die ihren Blog rein zum Hobby führen.

    Du hast es relativ früh gemerkt, dass Du den Zeitaufwand, den man reinstecken sollte, um bekannt zu werden, nicht leisten konntest und das finde ich gut. Andere vernachlässigen mit Sicherheit Dinge im Leben dem Blog zuliebe, weil das eben so sein muss oder so nach dem Motto, der Blog ist jetzt bekannt, jetzt muss ich erst recht weitermachen, obwohl sie vielleicht ein Studium haben, Kinder, Mann, im Beruf erfolgreich sein wollen usw., man muss eben Prioritäten setzen.

    Ich finde Deine Blogpausen sehr unproblematisch, weil es zeigt, dass es für Dich wichtigere Dinge gibt und das ist doch in Ordnung so. Natürlich fängt man bei sehr großen Pausen irgendwie immer von vorne an, aber auch da sollte man sich nicht zwingen. Ich denke mir immer, wenn man es wirklich möchte, denkt man auch nicht viel darüber nach, dann schafft man es auch, regelmäßiger zu sein. Wenn nicht, okay, dann eben nicht. Es ist nur ein Hobby, man muss hier nichts beweisen. Im richtigen Leben kann man so natürlich nicht denken, völlig klar. Ich wünsche Dir auch ein schönes Wochenende, erhol Dich gut :)

    AntwortenLöschen