Dienstag, 23. Februar 2016

Blogreihe: Blogger im Interview, Teil 1: Ich selbst

Hallo meine Lieben,

ich habe mir eine neue Blogreihe überlegt.

In den nächsten Wochen werdet Ihr von einigen sympathischen und interessanten Mädels, die ebenfalls einen Blog haben, ein paar kurze Interviews bei mir lesen. Diesbezüglich habe ich einige Fragen zusammengestellt, die ich natürlich auch selbst beantworten möchte.

Das soll Euch die Möglichkeit geben, weitere Blogs kennenzulernen und den Mädels, die eine oder andere Leserin dazuzugewinnen, was uns doch alle immer freut. Es sind auch einige kleinere Blogs dabei, die meiner Meinung nach oft zu wenig Aufmerksamkeit erhalten, obwohl sie gute Beiträge liefern und sich eine sympathische Person hinter dem Blog verbirgt.

In nächster Zeit werdet Ihr somit wöchentlich einen Beitrag in dieser neuen Blogreihe erhalten. Natürlich werde ich auch gern selbst die Fragen beantworten und mache den Anfang.

Vorname, Alter
Andrea, 53

Seit wann bloggst Du?
Seit 2010 (mit einigen Unterbrechungen).

Aus welchen Gründen hast Du deinen Blog gegründet und was bedeutet er Dir?
Ich habe früher schon Blogs gelesen und dort immer hilfreiche Tipps gefunden oder auch Reviews zu Produkten, die mich interessierten. Da ich selbst immer eine Menge zu sagen habe, wenn ich ein neues Produkt ausprobiere und meine Erfahrungen gerne weitergeben und somit mit anderen teilen möchte, lag der Gedanke nahe, selbst einen Blog zu gründen. Mein Blog bedeutet mir viel und ich schreibe ausnahmslos alle  Beiträge mit viel Engagement, Herzblut und Freude, auch, wenn ich auf viele Dinge einen kritischen Blick habe, wie einige von Euch wissen. Dieser kritische Blick hat zu der einen oder anderen Blogpause geführt, denn, wenn ich mich mit dem Bloggen nicht wohlfühle oder gewisse Tendenzen in der Bloggerwelt mir gegen den Strich gehen, ziehe ich mich lieber zurück.

Gern darf über das Bloggen auch mal ein halber Samstag vergehen, wenn ich richtig im Thema bin. Aber: Ich habe noch andere Hobbies wie Lesen, Sport treiben und Handarbeiten und auch das sind Dinge, mit denen man sich ewig und lange beschäftigen kann und die mir wichtig sind. Also versuche ich zwischen allem eine gesunde Balance zu halten; was aber nicht immer klappt. Momentan kommen die Handarbeiten etwas zu kurz :).

Mit welchen Themen beschäftigst Du Dich auf Deinem Blog?
Hier geht es hauptsächlich um das Thema Beauty mit ausführlichen Produktreviews, Neuvorstellungen aus der Kosmetikwelt (überwiegend Drogerie) sowie einige spezielle Blogreihen.

Wie bereitest Du Dich vor, wenn Du einen neuen Post schreibst?
Meist mache ich die Fotos separat und warte ab, bis ich gutes Tageslicht habe. Da ich häufiger vorblogge, überlege ich, welche nächsten Postings anstehen sollen. Dann fotografiere ich die entsprechenden Artikel, AMUs, Nagellackfotos etc.  - dabei mache ich grundsätzlich von jedem Teil mehrere Fotos und teils auch aus verschiedenen Perspektiven. Beim Hochladen der Fotos entscheide ich mich dann für die schönsten und überlege zeitgleich, ob sich eine Collage zur besseren Darstellung lohnt oder ob ich die Fotos einzeln hintereinander in einem Posting zeige. Damit es nicht langweilig wird, wechsle ich immer wieder mal ab und verwende auch verschiedene Hintergrundmotive, um einfach auch eine kleine Auswahl und Farbtupfer zu bieten.

Anschließend lade ich die Fotos sofort in einen neuen Post hoch und speichere diesen erst einmal als Entwurf. An einem Tag, an dem ein Posting erscheinen soll, sehe ich mir meine Entwürfe an und entscheide meist spontan, welcher davon online gehen soll und verfasse einen entsprechenden Text dazu. Bei Produktreviews habe ich dann meist das entsprechende Produkt vor mir stehen, um die genaue Bezeichnung  oder die Größenangabe etc. nachzulesen. Während ich den Post textmäßig verfasse, gehe ich oft parallel auf die Homepages der jeweiligen Hersteller und informiere mich dort über Inhaltsstoffe, Preis, Bezugsquellen usw.

Zum Schluss lese ich alles Korrektur, und zwar mindestens 2 x (Berufskrankheit^^) und trotzdem entdecke ich immer wieder Fehler - wie könnte es anders sein :).

Was schätzst Du, wieviel Zeit Du ungefähr wöchentlich für das Bloggen aufbringst (inkl. aller Vorbereitungen und Fotos)?
Die meiste Zeit braucht das Fotografieren, Hochladen und  Beschriften der Fotos, das Basteln der Collagen usw.; die Texte sind in der Regel zügig geschrieben, da ich sehr schnell und blind tippe sowie eine extrem hohe Anschlagzahl habe (ca. 650/min.), was mir die "Arbeit" enorm erleichtert. Nun wird auch so manch einer eine Erklärung dafür gefunden haben, wie es mir möglich ist, bei anderen öfter mal ausführliche Kommentare zu hinterlassen, ohne ewig daran zu sitzen ^^. 

Ich kann den Zeitaufwand nur grob schätzen, da er natürlich von der Anzahl der Beiträge abhängig ist. Momentan würde ich sagen, bei 2-3 Posts pro Woche, gehen schon so 4-10 Stunden ins Land, je nach Aufwand. Einen gepinselten Nagellack kurz zu besprechen dauert nicht so lange, wie eine komplette Lidschattenpalette mit Swatches und 1-2 AMUs zu zeigen; bei letzterem können gut und gerne 3-4 Stunden für einen Post vergehen.

Sammelst Du Ideen für Deine Blogposts und gehst in einer bestimmten Reihenfolge vor oder bist Du eher der spontane Typ, der einfach drauflos bloggt und kein festes System hat?
Ideen schwirren mir reichlich im Kopf herum, die notiere ich auch oft sofort, weil ich sonst einiges wieder vergesse. Dafür nutze ich ein kleines Notizbüchlein. Allerdings setze ich manche Ideen nicht um, z.B. wenn ein Produkt nicht mehr erhältlich ist, macht es im Grunde wenig Sinn, es zu reviewen. Manchmal erscheinen mir Dinge auch zu banal, als sie auf dem Blog besprechen zu wollen  und ich passe auch immer etwas an Aktualität an. Da jetzt z.B. gerade die neuen Drogeriesortimente eingezogen sind, ziehe ich solche Postings grundsätzlich vor, um Euch Leserinnen schnell zu informieren und so ggf. Hilfestellung bei einem eventuellen Kauf zu leisten. Ansonsten habe ich keine bestimmte Ordnung; es kann durchaus passieren, dass ich spontan etwas bebloggen möchte und mich dann auch einfach hinsetze und mache - bei solchen spontanen "Anfällen" werden auch die Fotos erst kurz zuvor  gemacht. 

Was zeichnet Deiner Meinung nach einen interessanten Blog aus?
Ich gehöre nicht zu den Leuten, die etwas auf Leserzahlen geben oder wie gehypt ein Blog ist, weil ihn alle lesen. Mir ist immer der Mensch dahinter wichtig und muss mir sympathisch sein vom Schreiben, sonst hat ein Blog bei mir nur wenig Chancen. 

Auch möchte ich für glaubhaft halten, was ich lese, insofern sind mir eine ehrliche Meinung (gerade auch bei Reviews) und Authentizität sehr wichtig. Man erkennt es nicht immer, aber, wenn ich ein ungutes Gefühl bei einer Person habe, zuviele Kooperationen gezeigt werden oder lieblos dahin geklatschte Postings, wird ein Blog schlagartig uninteressant für mich. Insofern gilt: Interessant sind Persönlichkeiten hinter dem Blog, starke Charaktere, die auch mal Mut haben, gegen den Strom zu schwimmen, Personen, die ihre Meinung vertreten und nicht jeden Blödsinn mitmachen, nur, weil es gerade Trend ist und mir ist mittlerweile auch sehr wichtig, dass Mädels ein angemessenes Konsumverhalten an den Tag legen, denn das bleibt auf vielen Blogs völlig aus. Mit "angemessen" meine ich: Nicht jede LE leerkaufen oder gleich 5 Lippenstifte von MAC; weil ja alle Farben so toll sind. Solche Blogs habe ich entabonniert, da bin ich ehrlich, da ich das nicht nachvollziehen kann. Ich finde es in Ordnung, wenn man seinem Hobby und seinen Interessen mit Leidenschaft nachgeht, natürlich sammelt man als Beautyblogger auch und sicher haben wir alle zuviel, gemessen an der Durchschnittsfrau sowieso, aber dieses maßlose Kaufen und nur Kaufen, weil man es haben WILL - im Übermaß - so etwas lehne ich ab. Werden all diese Kriterien sozusagen erfüllt, lese ich auf einem Blog gerne und häufig und kommentiere fleißig.

Was sind Deine 5 liebsten Kosmetikprodukte?
1. Die Naturally Yours-Lidschattenpalette von Zoeva
2. Die Yves Rocher Kaffee-Duschcreme, sie riecht wirklich wie echter Kaffee
3. Die L'Occitane Mandel Körpercreme, der Preis ist jenseits von Gut und Böse, aber dieser Duft :)
4. Der Essie Nagellack "Mink Muffs"
5. Die Düfte Shalimar von Guerlain und Chanel No. 5, schweineteuer, aber irgendwie Düfte fürs Leben

Zu guter Letzt:
Falls Du magst, setze doch hier bitte einen Link zu einem Blogpost Deiner Wahl, der Dir selbst besonders gut gefällt, am Herzen liegt oder von dem Du denkst, dass er für Blogleser interessant sein könnte.

Ich habe mich für meine Jahresfavoriten aus dem letzten Jahr entschieden, da ich es liebe, diese Posts vorzubereiten, an die Schubladen und Schränke zu stürmen, alles rauszukramen, was ich gerne und häufig verwendet habe und meine Freude darüber mit Euch zu teilen :) Ich lese diese Zusammenfassungen auch bei anderen immer sehr gerne.

Jahresfavoriten 2015

So, nun dürft Ihr gespannt sein, welche Interviews Euch in den nächsten Wochen erwarten werden.

Liebe Grüße
Muddelchen





Kommentare:

  1. Antworten
    1. Freut mich, dass sie Dir gefällt, liebe Sally :) Liebe Grüße an Dich

      Löschen
  2. Ich hab den Eindruck, dass du momentan so richtig beflügelt bist :) schon 3 neue Blogreihen, die vor allem Dingen auch mal was anderes sind - echt schön! Freue mich auch auf die nächsten Ausgaben. Interessant finde ich, dass ich von deinen Lieblingsprodukten keins selbst besitze oder kenne :) und mit dem kaufen im Übermaß bin ich ja auch absolut deiner Meinung, weißt du ja =) Liebe Grüße :)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Mir macht es momentan besonders viel Freude, schön, dass man es merkt! Ich merke es auch, dass wieder viel mehr kommentiert wird, vermutlich treffen die Blogreihen das eine oder andere Interesse, was mich sehr freut. Liebe Grüße zurück!

      Löschen
  3. Ich fotographiere übrigens auch getrennt vom Schreiben ^^ Meistens komm ich so spät nach Hause dass einfach kein Licht da ist! Ich finde es nicht so schlimm, Produkte zu rezensieren, die es nicht mehr gibt. Vielleicht handelte es sich um eine Schrankleiche, die man über Monate und Jahre total vergessen hat. Wir teilen uns wohl die gleiche Meinung bzgl. interessanten Blogs. Mensch, was habe ich 2015 viele Blogs entfolgt, weil sie so viel Zeug gekauft haben, das nach zwei Monaten nirgends mehr auftauchte...

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Für mich hat sich erst das Fotografieren und später den Text von Anfang an bewährt, das behalte ich gerne bei :) und klar, wenn kein Licht da ist, bringt es nichts, ich habe auch schon Postings verschoben, weil die Fotos einfach nicht so dolle waren, dann mussten halt bei besserem Licht neue her, selbst ich bin da manchmal ehrgeizig, obwohl mich Fotografieren nicht die Bohne interessiert, geschweige denn, dass ich daovn Ahnung hab^^. Ich habe 2015 auch eine Sause durch die Bloggerwelt gemacht, recht gnadenlos sogar, aber man muss nicht alles toll finden und mich selbstverständlich auch nicht.

      Löschen
  4. Eine total schöne Reihe! Deinen Beitrag fand ich schonmal super - sehr reflektiert und interessant! Ich freu mich auf das, was noch kommt.

    Deine Technik, morgens zu entscheiden, was erscheint, finde ich übrigens auch spannend. Das hatte ich so noch nie gehört, leuchtet mir aber andererseits total ein ...

    Liebe Grüße!

    AntwortenLöschen