Montag, 23. November 2015

Blogtalk, Facebook, Instagram, meine Erfahrungen und daraus resultierende Erkenntnisse

Hi zusammen!

Der frühe Vogel fängt den Wurm oder so :) Eigentlich wollte ich dieses Posting schon vor einer Woche schreiben, aber, irgendwie kam ich nicht dazu und aktuelle Ereignisse zum Thema gehören hier unbedingt noch rein.

Für einen Jahresrückblick ist es ja eigentlich noch viel zu früh, aber ich möchte trotzdem kurz erwähnen, dass ich mich nachwievor über jeden Leser hier auf dem Blog freue. Mir fällt zwar auf, wie früher auch schon, dass viele regelmäßig reinschauen, was ich ja in der Statistik sehen kann, aber nie oder selten kommentieren, was ich so schade finde. Wer aber doch regelmäßig liest, den interessiert doch auch das, was ich blogge? Da wird man manchmal unsicher, aber gut, die Leser, die grundsätzlich gar nicht kommentieren, gibt es ja auch. 

Wie die meisten von Euch ja mitbekommen haben, blogge ich wieder, aber ganz so oft, wie ich es wollte, hat es nun auch nicht geklappt, was überwiegend an der Zeit liegt. Ich habe fast nur an den Wochenenden genügend Zeit, um das Bloggen auch wirklich mit viel Freude und Spaß anzugehen und abends bin ich oft zu faul, das sage ich ehrlich :) Gerade in der kühleren Jahreszeit ist Sofagammeln und Strickzeug oder ein Buch doch verlockender für mich. Insofern wird es hier natürlich weitergehen, aber mehr als 1, maximal 2 Postings pro Woche werde ich definitiv nicht schaffen. Und nicht unerhebliche Zeit geht auch mehrfach in der Woche für Sport drauf. Das ist sehr wichtig für mich und hat oberste Priorität.

Thematisch wird sich auch im nächsten Jahr an meinen Blogthemen nichts ändern. Ich bin nachwievor gerne in der Drogerie unterwegs; allerdings immer nur wenige Einzelprodukte, um meine Sammlung nicht mehr explodieren zu lassen. Der einzige Bereich, in dem mir das nicht so wirklich gelingt, sind Nagellacke, aber das Thema hatten wir ja schon und da fehlt auch immer noch mein "Abschlussbericht". Kommt alles, in der nächsten Zeit. 

Nun mal zu Facebook. Ich habe dort seit Jahren einen Account, den ich so gut wie gar nicht nutze. Ich habe mich regelmäßig für die Rossmann-Box beworben, weil es ja nur dort möglich ist und hier und da mal mit ein paar Leuten kommuniziert, die man aber so gar nicht näher kennt, ansonsten bin ich ständig von irgendwelchen Gewinnspielanfragen genervt worden oder sonstige Dinge, die mich nicht interessieren. Aus diesem Grunde habe ich vor gut einer Woche beschlossen, meinen Account dort endgültig zu löschen; beantragt habe ich das bereits, aber, man darf sich ja 2 Wochen nicht einloggen, damit die Löschung wirksam wird. 

Widmen wir uns Instagram. Ich muss mich da gerade sehr beherrschen, um sachlich zu bleiben, denn, mir steht es bis obenhin, aus den unterschiedlichsten Gründen. Deswegen habe ich auch heute früh dort eine Pause angekündigt, aber bevor ich dazu noch im Detail etwas sage, gibt es noch einen wichtigen Grund, warum ich dort pausieren möchte:

Geht es Euch auch so, dass Ihr die letzten Wochen des Jahres bewusster erleben und ausklingen lassen möchtet? Ich habe das seit ein paar Jahren so, dass ich mir bewusste Auszeiten von etwas nehme, um mich auf Dinge zu konzentrieren, die mir wirklich wichtig sind. 

In diesem Jahr wird es mein Smartphone sein, was quasi dran glauben muss. Ich verwende es nur zum gelegentlichen Telefonieren oder um mit Freunden kurz in WhatsApp etwas zu schreiben und für Instagram. Die bevorstehende Adventszeit liebe ich sehr, auch, wenn sie teils noch hektisch ist, weil man noch letzte Vorbereitungen für die Feiertage treffen möchte, Geschenke besorgen, irgendwas ist immer zu tun - wenn man Weihnachten halbwegs traditionell feiert. 

Aber, mir ist aufgefallen, dass ich leider nun auch schon seit einer Weile zu jenen gehöre, die ständig das Smartphone nehmen, um die neuesten Meldungen in Instagram zu checken. Lange Zeit konnte ich gut damit umgehen, aber während meiner Blogpause hatte ich mich dann zunehmend auf Instagram konzentriert und das zeigt mir, dass man wohl immer irgendwas "braucht", was mit Social Media zu tun hat und ich möchte das einfach nicht mehr in diesem Ausmaß. So erscheint mir der bevorstehende Jahreswechsel als guter Grund, das alles mal ein wenig ruhen zu lassen.

Auch stört mich in Instagram zunehmend, dass man viele ältere Meldungen gar nicht mehr angezeigt bekommt, sobald man nicht alle 2-3 Stunden nachguckt. Nicht selten denke ich "oh, von XY habe ich aber länger nichts gelesen, mal auf den Account gucken" und siehe da: Oft wurden bereits 2-3 Bilder gepostet, die ich gar nicht mitbekommen habe. Und für die betreffende Person vielleicht manchmal sogar das Gefühl, man interessiert sich nicht mehr so für sie, gerade Leute mit kleinen Accounts merken sowas ja sofort, dabei ist das dann nicht mal böser Wille.

Ich gebe zu, dass auch ich meine "Lieblings-Accounts" habe, von denen ich mir nichts entgehen lassen möchte. Bei manchen Leuten liest man einfach sehr gern, weil man sie mag, sie sogar persönlich kennt und irgendwie macht das ja auch Spaß, gerade, wenn man sich Fotos gern ansieht, mal gemütliche 10 Minuten durch die Welt zu scrollen. Allerdings habe ich mich auch schon dabei ertappt, dass 10 Minuten oft gar nicht reichen. Manchmal hänge ich geschlagene 20 Minuten dran, gerade, wenn ich irgendwo etwas länger kommentieren möchte, da ich auf dem Handy nicht so schnell tippen kann. Und, wenn man das 2-3 x am Tag macht..da geht dann locker eine Stunde oder sogar noch mehr Zeit drauf. Das möchte ich nicht mehr! Zumal Instagram ja nun wirklich nur für den Moment ausgerichtet ist, nichts, was dauerhaft von Wert ist. Ein ausführlicher Austausch ist ja dort sowieso nicht möglich, was aber auch gar nicht schlimm ist, zur kurzen Kommunikation, unterstrichen mit einem Foto, ist das grundsätzlich alles eine gute Idee, ich mag es.

Was ich aber nicht mag, ist die Entwicklung auf Instagram und das möchte ich an einigen, wie ich finde, gravierenden Beispielen, mal offen aussprechen:

Ganz allgemein fällt mir auf, dass viele Leute reflexartig die Fotos liken, unabhängig davon, was drunter steht. Ob der Hund gestorben ist, ob jemand eine unangenehme Operation vor sich hat, ob die Sonne scheint, ob eine Person gerade was Leckeres gekocht hat - alles wird geliked - will heißen: Sehr oft, ohne Sinn und Verstand. Wieso liked man ein Foto einer Frau, dessen Hund verstorben ist oder die Tatsache, dass jemand ins Krankenhaus muss? Klar, man kann das liken, im Sinne von "Ich habe Deinen Beitrag zur Kenntnis genommen, hier bin ich", aber wäre es nicht angebracht, dann in solchen Fällen noch 2-3 Sätze der Anteilnahme oder was auch immer zu schreiben? Das machen aber ganz viele Leute nicht und das regt mich sowas von auf! Ich würde mich da verarscht fühlen, ganz ehrlich. Ich poste ja meistens 0815-Dinge, weil ich keine großartigen privaten Details aus meinem Leben bekanntgeben möchte, da kann man von mir aus liken oder gar nichts tun, aber sowas finde ich schon richtig daneben, vor allem oberflächlich. Nur alles zack-zack durchscrollen und zum nächsten Bild wandern, weil: Die Timeline ist ja übervoll, bloß alles mitkriegen. 

Oder diese ganze Kacke mit "Folgst Du mir, folge ich Dir" oder die Deinem Account folgen, wie irre einen Großteil Deiner Fotos tagelang liken und wenn sie merken, Du machst nicht das Gleiche bei ihnen oder abonnierst sie, entfolgen sie wieder. Okay, von mir aus. 

Richtig gefressen habe ich aber 2 Gruppen von Personen: Die ach so tollen Weight-Loss Accounts und die ganzen Mütter, die ungeniert sogar ihre neugeborenen Kinder in die Kamera halten - nicht nur einmal, sondern ständig, aber dazu gleich.

Widmen wir uns erst einmal den Personen, die auf Instagram ihren "Leidensweg" (Abnehmen) dokumentieren. Natürlich schwört jeder auf seine Methode und dann ist es aber auch nicht schlimm, wenn man diese mal fix ändert, weil man auf einmal wegen der Größe seines Accounts ein Befürworter von Proteinpulver ist, weil man dafür eine Kooperation oder Produktplatzierung bekommen hat, dann schmeckt einem eben Proteinpulver (und natürlich NUR das von der jeweiligen Firma) gut und ohne Proteinpulver kann man auch nicht mehr abnehmen. Das Pulver soll hier nur für zahlreiche andere Produkte stehen, seien es Detox-Teas, Superfoods, Nährungsergänzungsmittel, etc. 

Dann gibt es Leute, die machen Weight Watchers, Stoffwechselkur, andere machen ihr eigenes Ding, halten sich an keine Programme, sondern tüfteln für sich selbst. Ich nehme ja auch immer noch ab und habe mich anfangs durch einige Accounts inspirieren lassen. Vor allem ging es mir darum, zu sehen, was andere so essen und für Sport die richtige Motivation zu bekommen. Nach 3-4 Monaten intensiver Aufnahme all dieser Leute, die so erfolgreich sind, war ich am Boden angelangt. Und warum? Weil mich das alles unglaublich deprimiert und frustriert hat! Komischweise sieht man auf diesen Accounts selten bis NIE, dass da auch mal ein normales Stück Kuchen gezeigt wird, nein, das ist dann irgendeine zsuammengepantschte healthy Donauwelle, die mit dem "Ursprungskuchen" nichts mehr gemein hat, aber egal, Hauptsache gesund. Man hört auch von diesen Leuten nie, dass sie mal sündigen oder sich gehen lassen, nein, wir sind alle immer nur stark und fit. Da wird sich selbst Schokolade gemacht, Kuchen gebacken mit irgendwelchen seltsamen Alternativen - ehrlich, ich probiere auch einiges aus, habe für manche Sachen gesündere Alternativen gefunden, aber ganz ehrlich? Mir schmeckt vieles nicht wirklich gut was als "Ersatz" angeboten wird! Ich mag gerne mal Zartbitter-Schokolade, aber wenn Schokolade schwarz wie die Nacht ist, nur, weil sie gesünder ist und einen extrem hohen Kakaoanteil hat, dann finde ich sie ekelig. Dann doch lieber mal einen Löffel Backkakao unter den Joghurt oder Quark mischen, geht auch fixer. Oder diese "Nachahmer-Käsekuchen", ja man kann das essen, aber bereits beim 2. Kuchen, den ich jemandem nachgebacken habe, ist die Hälfte in die Tonne gewandert, da nutzte auch der gute Wille nichts mehr. Dann doch lieber mal ein richtiges Stück Käsekuchen, ohne Reue und mit dem guten Gefühl, dass man normal abnimmt.

Dass man an seiner Ernährung schrauben muss, habe ich selbst gemerkt, ohne geht es nicht. Man wird auch auf gewisse Dinge verzichten müssen bzw. sie überwiegend aus dem Speiseplan verbannen müssen, wenn man nicht angemessen damit umgehen kann, das ist alles in Ordnung für mich. Aber diese Leute, die nur noch healthy sind, Hardcore-Sport betreiben und vor allem dann alle paar Tage diese Vorher-Nachher-Fotos zeigen, davor gruselt es mir mittlerweile. Geht man gleich morgens ins Instagram, was sieht man: Ja, genau, mal wieder die x-ten Vorher-Nachher-Fotos einer Person, aus mindestens 2 Perspektiven, schön mit Datum unterlegt, ist egal, ob es gerade 4 Wochen oder 4 Monaten her ist, jedes Gramm muss dokumentiert werden. Und dann wird das Foto zigfach geliked, "Süße, gaaanz toll gemacht", "Ich bin stolz auf Dich (wieso ist man stolz auf fremde Menschen?)", "Mach weiter so", "Ich bewundere Dich so für dies und das" - lieber Himmel. Da werden Menschen gehypt und in den Himmel gelobt, die abnehmen? Was leisten sie sonst Gutes für die Welt? Ich meine klar ist das schön, wenn man sich und andere motiviert, aber da bin ich wieder bei meinem Lieblingswort: EXTREM. Es ist einfach nur noch extrem, was man sieht. Wieso muss eine Person diese Vorher-Nachher-Fotos ständig posten? So sucht man doch Selbstbestätigung und braucht ständig neue Motivation durch völlig fremde Menschen. Bei manchen habe ich das Gefühl, dass sie gar nicht da wären, wo sie heute sind, sprich, bei hohen Gewichtsabnahmen, wenn sie Instagram nicht hätten! Wie tragisch. Ich glaube das wirklich. Was wäre mit ihnen, wenn sie ihre Gewichtsabnahmen und täglichen Essensteller niemandem mehr zeigen würden und nur noch der eigene private Kreis (wie das übrigens vorher ohne Smartphones und Internet auch ging) davon erfahren würde? Würde man dann nur 5 kg in 5 Monaten abnehmen oder auch 50 in einem Jahr? Nun könnte man ja sagen, ist doch scheißegal, Hauptsache, man erreicht sein Ziel.

Letztlich ist es auch egal, wie man es erreicht, was diese Dinge angeht, nur, mir ist es furchtbar unsympathisch, für mich sind viele nur noch Einheitsbrei, mit immer den gleichen Fotos, aber wehe, man kritisiert mal was wie ich an diesem Wochenende bei einer Person. Es gibt Leute, die stehen nicht mehr zu ihren dicken Zeiten. Die haben viel abgenommen und sind auf irgendwelchen Höhenflügen, die ich nicht mehr nachvollziehen kann. Nur ihr Weg ist der Wahre, alles andere ist scheiße auf gut Deutsch, sie wollen an ihre dicken Zeiten einerseits nicht mehr erinnert werden, weil sie da ja noch ach so dicke Beine hatten und schlimm aussahen, aber auf der anderen Seite wird dies ständig in Vorher-Nachher-Fotos dokumentiert, ach, wie habe ich da noch ausgesehen. Heute fühle ich mich sexy und glücklich.

Wenn ich sowas lese, könnte ich brechen, ganz ehrlich. Wieso kann man nicht zu sich stehen? Wichtig ist doch nur, dass man einen Zustand, den man an sich selbst nicht mochte, geändert hat und auch Erfolg damit hat, aber muss man sich deswegen so schlecht reden? Das gibt doch den Leuten, die solchen Accounts folgen und auf ihrem Abnehmweg womöglich selbst noch in den Anfängen stehen oder gerade einen Durchhänger haben oder was auch immer, das Gefühl, dass sie so dick scheiße sind und wieso erwähnt, verdammt nochmal niemand, der abnimmt, dass er es in erster Linie der Gesundheit wegen tut? Denn das sollte meiner Meinung nach der Hauptgrund sein, oder liege ich so falsch?

Das gute Aussehen anschließend, von mir aus sich sexy fühlen (ich finde das Wort schon albern, sorry), das sind alles nette Bonuspunkte, aber nehmen Leute nur deswegen ab? Nicht wegen erhöhter Cholesterinwerte, zu hohem Blutdruck, wegen zu stark belasteteter Gelenke, wegen Diabetes Typ II und was es alles noch für Folgeerkrankungen von starkem Übergewicht gibt? Was werden denn auf solchen Accounts bitte für Werte vermittelt? Daran kann sich doch ein normaler Mensch nicht ernsthaft orientieren wollen. 

Ich kann mich da wirklich in Rage schreiben. Mir geht das einfach nicht in den Kopf, wie man so eine Einstellung haben kann, gepaart mit Ignoranz gegenüber Kritikern, Sturheit und Selbstverliebtheit. Waren diese Leute vorher extrem in sich gekehrt und haben sich alles von ihrem Umfeld gefallen lassen (nach eigener Aussage), so sind sie jetzt mit jedem fallenden Kilo extrem in die andere Richtung geschlagen: Nun wird wie die Axt im Walde mit Kritikern verfahren. Schlimm. 

Das ist übrigens auch so ein Phänomen, was man ganz oft sieht: "Wer nichts Nettes zu sagen hat, bitte den Mund halten" - was soll das? Darf man sich nicht kritisch äußern, natürlich in einem angemessenen Ton? Diese Leute sind doch alle öffentlich, wieso ist es nicht möglich, zu äußern, dass man Dinge anders sieht? Ich meine jetzt nicht Leute, die nur irgendwas Fieses schreiben, damit sie jemanden verletzen können, sondern rein die Tatsache, dass man etwas anders sieht. Ich jedenfalls gehöre nicht zu der Abnick-Gesellschaft, die alles toll findet, was ihr präsentiert wird. Und ich setzte mich gern sachlich und kritisch mit jedem auseinander, der in der Lage ist, vernünftig zu diskutieren, aber ich glaube, das können viele gar nicht mehr.

Hat man dann diese Accounts entfolgt vor Monaten, weil man mit deren Lebensweise und extremen Ansichten gar nicht mehr klarkommt, kommen sie einem aber wie Kotze wieder hoch, in der Instagram-Vorschau. Es werden einem dann immer Bilder aus den eigenen, thematischen Vorlieben angezeigt und man sieht die, die man gar nicht mehr sehen will, so erneut. Ach, gehste mal gucken, was XY jetzt so treibt und dann hat man ein paar Bilder lang das Gefühl, dass sich da vielleicht doch etwas getan hat, in eine "normale" Richung und dann liest man wieder Dinge, die einen nerven. 

Auch sportlich konnte mich bisher niemand auf Instagram wirklich motivieren, obwohl es täglich viele, viele Fotos von toller Sportkleidung gibt, von schönen Aufnahmen im Wald, von Studios mit Geräten, von verschwitzten, aber glücklichen Gesichtern, weil man sein Pensum geschafft hat..und mittendrin dann jene, die trotz Zerrungen und Dehnungen weitertrainieren und sich keine Pausen gönnen, sagt man was, wird einem gesagt "ich weiß schon, was richtig für mich ist" - jeder Arzt würde den Kopf schütteln, aber gut, ich bin keiner, ich bin ja nur ein Instagramer, der "hatet". Meine Güte. Ich habe dann irgendwann aufgehört, mich durch Abnehm- und Sportaccounts inspirieren zu lassen und komischerweise oder sollte ich sagen - logischerweise - geht es mir seitdem viel besser: Ich mache Sport, wie ich es will, 3-4 oder auch 5 x die Woche, nach Gefühl, nicht nach Sportplan mit Häkchen dran, um das dann auch wieder stolz Gott und der Welt zu verkünden. Und wenn ich keine Lust habe, mache ich auch mal ein paar Tage gar nix - und habe ich gesundheitliche Probleme, dann höre ich auf meinen Körper. Das alles ist meine Motivation.

Und dann wären da noch die Mama-Accounts..da steht dann schon ganz putzig im Status "Mom of 3" oder sowas und zack, guckt man sich das erste Foto an, grinst einen gleich ein Neugeborenes an..ach, wie süß! Nein. Ich finde das nicht süß. Würde es bei diesem einen Foto bleiben, so kurz nach einer Geburt, okay, warum nicht. Aber wenn ein Baby, Kleinkind oder einfach Kinder, die noch nicht selbst entscheiden können oder nicht gefragt werden, einfach dem Internet schutzlos preisgegeben werden, finde ich das nicht mehr süß, sondern grob fahrlässig. Auch das regt mich auf Instagram so derbe auf, dass manche wirklich ungefiltert ihre Kinder zeigen. Was mag in solchen Kindern mal vorgehen, wenn sie so alt sind, dass sie selbst ein Handy haben und dann sehen, wie ihre Mutter sie fast täglich wie einen Zirkusgaul Gott und der Welt vorgeführt hat?

Es gibt auf Youtube auch schon lange Accounts, die den Lebensunterhalt damit verdienen, vollgeschissene Windeln vor der Kamera zu wechseln und jedes Bäuerchen des Neugeborenen zu kommentieren. Ich bin solchen Accounts tatsächlich mal gefolgt, weil mich deren Welt interessiert hat und bei jedem Video meine stille Frage: Wie weit gehen diese Leute noch?

Ich weiß nicht, ob ich so komisch denke, ob es am Alter liegt, aber ich bin in manchen Dingen vielleicht auch zu konservativ. Aber das alles ist für mich ein absolutes no-go und man wird es schwer haben, mich vom Gegenteil zu überzeugen.

Jedenfalls sind das, neben der bewussten "Entschleunigung", weniger im Instagram zu hängen, meine Gründe, warum mir vieles in dieser OnlineWelt bis obenhin steht.

Ehrlich gesagt, ich poste ja auch immer nur den selben Mist: volle Teller, Nagellackfotos, hier und da mal was anderes :) Was soll man auch posten, wenn man nicht allzu privat werden will? Wird zunehmend ein Problem für mich und irgendwie will man auch immer mithalten bzw. zeigen "huhuuu, ich lebe, hier bin ich, hier poste ich für Euch" - strange! Warum tut man das eigentlich nicht nur mit Menschen, die einem wirklich nahestehen? Ich finde es auch immer seltsam, wenn ich von Leuten, die mir näher stehen,  anstatt auf direktem Wege über Instagram oder Facebook erfahren muss, dass sie krank sind oder in den Urlaub fahren oder sonst was. Schade!

Die Bloggerwelt hat mich ja auch eine Weile "angekotzt", aber, seitdem ich selektiv nur noch lese, was ich lesen will, klappt das gut ^^.

Könnt Ihr meine Gedanken teilen oder seht Ihr die Dinge anders? Das würde mich ungemein interessieren und wir können hier gerne gemeinsam darüber diskutieren. Vielleicht kann mir ja jemand von Euch auch noch von positiven Erlebnissen berichten, die z.B. Instagram oder auch Facebook, gebracht hat für Euch persönlich? 

Habt einen guten Wochenstart!

Liebe Grüße
Muddelchen








Kommentare:

  1. Hach ja... das liebe Instagram.
    Ich kann deinen Standpunkt gut nachvollziehen. Viele von uns übertreiben da in die unterschiedlichsten Richtungen.
    Ich kenne Blogger, denen es "peinlich" ist, schlechte Fotos zu posten, sodass Instagram eben wirklich nur diesen kleinen, fantastischen Bloggerleben-Ausschnitt zeigt. Ich finde das auch in Ordnung - wenn man es weiß.

    Und ich gehe stark davon aus, dass auch viele Fantasmo-Weightloss-Instagrammer mal vor Oma Apfelkuchen stehen und sich dann doch ein Stück genehmigen. Und es dann als grässliche Schwäche betrachten.
    Und eigentlich ist das auch okay. Ist ja deren Leben.

    Schade finde ich, dass einige so missionarisch unterwegs sind ... aber auch davon lass ich mich nicht stressen.

    Ich muss allerdings auch zugeben, dass ich bei Instagram eine Art Ehrgeiz entwickelt habe. Klar möchte ich bessere Fotos machen, aber einen "einheitlichen" Stream kann und werde ich nicht präsentieren. Und über jeden neuen Follower freue ich mich wie ein Schneekönig, auch wenn ich nicht weiß, was ich damit eigentlich erreichen will.

    Ein bisschen Ruhe ist also gerade jetzt eine schöne Idee :)
    Genieß die Vorweihnachtszeit!

    Liebe Grüße
    Caro

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Juhu Caro :), oh je, dann müsste mir hier alles peinlich sein, meine Fotos sind nämlich auch nicht die besten ^^ ich habe halt nur eine einfache Kamera und da mich Fotografie so gar nicht interessiert, bleibt es auch dabei. Aber daran sieht man schon, dass hier und da die falsche Einstellung herrscht. Vielleicht bin ich zu lasch, aber das ist mir lieber, als verbissen irgendwas zu verfolgen, denn Lebensfreude gestaltet sich mit Sicherheit nicht über gelackte Internet-Accounts, egal wo. Wie weit der Ehrgeiz da geht, muss jeder selbst wissen, wenn ohne viel Aufwand ein paar schöne Fotos entstehen, prima, aber alles darüber hinaus geht mir schon zu weit, wenn es nur ein Hobby ist. Bei Leuten, die das beruflich machen, stelle ich ganz andere Ansprüche. Ich freue mich nur über Follower, die auch lesen, was ich schreibe, so ständige Abnicker sind mir mittlerweile zuwider, so nach dem Motto "Like gegen Like", man kann auch nur liken, aber ich möchte trotzdem das Gefühl haben, als Person wahrgenommen zu werden, Du kommentierst auch nicht so oft, aber ich weiß, dass Du das Meiste lesen wirst, sonst wärest Du ja nicht auf dem Blog gelandet :)

      Ja, ein bisschen Ruhe tut unheimlich gut, ich freue mich auf die Zeit bis Weihnachten sehr, aber erst ab morgen, da hab ich noch nen Zahnarzttermin ^^ Liebe Grüße an Dich zurück

      Löschen
    2. Tatsächlich lese ich das meiste ... ich erwische mich nämlich immer mal wieder dabei, einfach nur zu liken und merke dann, dass ich das eigentlich nicht will. Klar, manchmal will ich nur schöne Bilder sehen, aber dann suche ich nach Hashtags. Bei den Leuten, denen ich folge, tue ich das ja aus einem Grund.
      Kommentieren sollte ich wirklich öfter, vielleicht sollte ich mir mal angewöhnen, Insta über den PC aufzumachen. Tippen am Handy find ich nämlich eklig. Ich bin langsam und vertippe mich dauernd ... :D

      Fotos ohne viel Aufwand, da sagst du was. Ich finds schon echt traurig, dass manche Foodblogger ihr Essen lieber fotografieren und kalt werden lassen anstatt es zu essen. Aber auch hier: Jeder wie er mag, für mich ist das nichts.

      Diese speziellen Like-Accounts sperre ich bei mir mitterweile. Alles mit komischen Namen oder dubiosen Profilbildern fliegt direkt.

      Übersteh deinen Zahnarzttermin morgen gut und bis bald :)

      Löschen
    3. Hi nochmal :) Du, soweit ich weiß, kann man vom PC aus nicht bei Insta kommentieren, das wäre für mich auch immer ideal, denn an der Handytastatur bin ich auch sehr langsam und finde es mühselig, dort mehr als 1-2 Sätze zu schreiben. Ich finde das ok, wenn man nicht oft kommentiert, aber bei heiklen Themen oder wenn man das Gefühl hat, jemand braucht so bissel Unterstützung finde ich das immer nett und es zeigt einfach, dass man eben nicht so oberflächlich ist. Deine Einstellung teile ich absolut, ich würde doch nicht mein Essen kaltwerden lassen, nur, damit das Foto schön ist :/ da läuft wohl einiges gewaltig schief.

      Das habe ich auch immer so gehalten, von wegen, was nicht passt, wird blockiert..ich habe da auch oft so komische Anfragen bekommen, alles seltsam. Lieben Dank für Deine guten Worte, Stichwort Zahnarzt, das wird schon :) Bis bald mal, liebe Caro!

      Löschen
  2. Hallo Du Liebe,
    ich kann Dich größtenteils sehr gut verstehen. Mir gehen diese Vorzeige-Weightloss und Mama-Accounts auch ziemlich auf den Senkel. Ich habe ein paar mal versucht, angemessen kritische Kommentare gerade zu einigen "Jetzt erst bin ich ein vollwertiger Mensch"-Weightlossaccounts zu schreiben und habe mir jedes Mal eine blutige Nase geholt. Ich bin aber einfach nicht bereit, alles nur toll zu finden.
    Die Augen sind mir aber erst so richtig in der letzten Woche aufgegangen. Eine Menge Accounts, die ich bisher super fand, ließen es sich nicht nehmen, auch ihr Statement zum Thema Terror in Paris abzugeben. Was ich da zum Teil gelesen habe, hat mich veranlasst, einen Teil der Postings als Hasskommentare zu melden und den Accounts nicht mehr zu folgen.
    Was das Liken angeht, auch bei negativen Nachrichten setzte ich oft ein Herz, einfach um zu zeigen, dass ich den Post gesehen/gelesen habe und Anteil nehme. Ich finde es auch nicht schlimm, wenn man dann nicht immer einen Kommentar hinterlässt.
    Letztendlich verbringe ich aber viel zu viel Zeit auf Insta und finde die Idee, des Verzichts zumindest zeitweise ziemlich interessant.
    Liebe Grüße Ochratoxin

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hi Du :) Ganz lieben Dank für Deine Rückmeldung. Ich finde es gar nicht schlimm, wenn man bei negativen Nachrichten nur ein Herz macht, damit weiß man ja, dass jemand mitfühlt und vielleicht auch nicht die passenden Worte findet oder einfach nichts sagen möchte. Das ist doch okay, finde ich. Nicht okay ist, wenn man das bewusste Schlechtgehen einer Person einfach ignoriert und stupide liked, aber, vielleicht bin ich ja auch nur empfindlicher als andere. Ja, man darf gar nichts mehr sagen, auch ich bin nun schon mehrfach "in meine Schranken gewiesen" worden. Auf Kritik wurde mir erst dieser Tage gesagt, man möchte sich nicht rechtfertigen, ich solle doch entabonnieren..da frage ich mich, wie dumm ein Mensch sein muss, sich zu einer völlig harmlosen Bemkerung meinerseits gleich zu einer Rechtfertigung quasi genötigt zu fühlen oder zum anderen, überhaupt sich kritisiert zu fühlen, denn ich hatte es im Ansatz nur gut gemeint, was gar nicht gesehen wurde. Vermutlich hat diese Person nur darauf gewartet, mich mal "abzuwatschen", denn ein längerer Kommentar meinerseits wurde gar nicht mehr freigeschaltet, sowas ist doch lächerlich.

      Das Paris-Thema hat mich auch zigfach den Kopf schütteln lassen. Von mir aus sollen Leute ein Statement setzen, indem sie mit den Angehörigen und Opfern fühlen. Es ist keine Frage, dass das Thema sehr schlimm und auch schwierig ist, aber wieso "nur" Paris? Jeden Tag passieren auf der Welt schreckliche Dinge, da müsste man jeden Tag Schweigeminuten oder "ein Zeichen setzen-Postings" verfassen. Ich habe nichts davon getan. Und wer meint, sich dazu äußern zu müssen, dagegen habe ich nichts, aber dann doch auch bitte angemessen. Und da das schwierig ist und man sehr aufpassen muss, mache ich lieber gar nichts. Alleine jetzt schon meine Aussage könnte einige aufschreien lassen, nun ja.

      Da hast Du ja dann leider einige Aha-Erlebnisse gehabt oder vielleicht auch gut so, denn es gibt Dinge, die man sicher nicht unterstützen möchte. Eine kleine Auszeit von Insta oder auch sonst den Socal Medias kann ganz gut tun, vielleicht probierst Du es mal aus, wenn Du denkst, zuviel Zeit dort zu verbringen. Bei mir ist der PC aus beruflichen Gründen immer an, ich sollte mir auch angewöhnen, mal weniger zwischen den Fenstern zu springen ^^. Liebe Grüße an Dich zurück

      Löschen
    2. Bei Paris halte ich es so wie du. Bevor ich mich da in Diskussionen verstricke, lasse ichs gleich ganz sein.

      Löschen
  3. Ich kann nur jeden einzelnen Punkt von dir unterschreiben - und aus genau diesem Grund habe ich keinen Instgram- und Facebook- und Twitter-Account... Mir geht das alles tierisch auf den Keks mit dem sich übertrumpfen, Likes die unangemessen sind und dieses "Ach wie toll ich doch bin!"....Toller Beitrag von dir, das gibt glatt nen Like von mir ;-p

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke Dir sehr für Deinen Kommentar. Es beruhigt mich immer so, wenn ich sehe, dass ich mit meinen Gedanken und Einstellungen nicht alleine bin, denn oft denke ich, ich bin zu kritisch. Ich werde mir Anfang des Jahres überlegen, ob ich den Instagram-Account weiterführe. Mein Blog reicht mir voll und ganz momentan, mal sehen, wie ich es dann sehe. Eine Pause ist auf jeden Fall sehr sinnvoll und ich finde es toll, dass Du keine weiteren Accounts hast. Twitter ist auch so ein unsäglicher Mist in meinen Augen, wo man nur mal eben irgendwas loswird..gruselig :) Liebe Grüße an Dich!

      Löschen
  4. Nabend!
    Ich kann deine Gedanken vollkommen nachvollziehen, auch wenn ich zur Zeit verstärkt diese Medien benutze, um mich von meinem Alltag abzulenken bzw. Abends zur Ruhe zu finden. Ich sehe jeden Tag extrem viele Smartphone-Zombies. Ich habe mich bewusst dagegen entschieden, Mails, Facebook, Blogger, Bloglovin und Co auf dem Handy zu installieren - Damit ich nicht ständig drauf gucke und meine Zeit vertrödel. Das einzige Kommunikationsmedium das ich auf dem Handy benutze ist Whatsapp, weil viele keine SMS Flat besitzen. Theoretisch könnte meine Bahnfahrt jeden Tag mit Baustellenschau totschlagen, aber seit geraumer Zeit tipp ich währenddessen ziemlich viel auf Whatsapp rum. Einerseits habe ich ein schlechtes Gewissen, weil jeden Tag 1-2 Stunden dafür draufgehen - Andererseits wüsste ich nicht, was ich in der Bahn sonst tun soll außer blöd aus dem Fenster gucken und Musik hören, die ich schon auswendig kann -.- Seit ich wieder alle zwanzig Minuten umsteigen muss, macht es keinen Sinn mein Tablet mitzunehmen und Ebooks zu lesen.

    Ich habe bis heute keinen Bezug zum Web 2.0. Ich verstehe den Sinn hinter Twitter und Instagram nicht, geschweige denn den hiner Snapchat, Foursquare und Co. Meiner Meinung nach machen (fast) alle diese Plattformen das gleiche: Ihre Schokoladenseite präsentieren und/oder ein wunderbares Leben vorgaukeln. Soll ich mich nun diesem Mist anschließen oder diese Seite heulend verlassen, weil ich nicht so ein geiles Leben habe wie mein Nachbar, der auf irgendeiner Bar Teneriffa einen Kaffee trinkt?! Ich habe schlichtweg nicht das Bedürfnis mich auf diese einseitige Art und Weise zu präsentieren, also lasse ich es lieber ganz sen. Wer mich wirklich kennen lernen will, soll mit mir reden oder mich einfach mal anschreiben. Ich hab kein langweiliges Leben - Mir hab nur nicht das Bedürfnis diese Dinge Publik zu machen, weil ich mich nicht durch andere Menschen oder meinen Lebensstandard definiere. Ich habe absolut kein Problem ohne Web 2.0 zu leben, denn ich nutze das Internet primär als Informations- und Nachschlagequelle und sekundär als Kommunikationsquelle. Bei letzterem reichen mir E-Mails und Foren. da aber kaum noch jemand Foren benutzt, bin ich auf Blogs umgestiegen.

    Dass du auf Instagram und Co die Posts deiner "Lieblinge" nicht siehst kann auch daran liegen, dass diese Seiten Algorthmen benutzen, welche dir die Beiträge filtern. Je öfter du bei einer Person kommetierst, desto mehr kriegst du von ihr angezeigt. Ich hasse "liken". Verstehen kann ich es nur, wenn man eine Aussage zu 100% unterschreiben kann und es dazu einfach nichts zu sagen gibt. Habe ich zu einem Thema etwas zu sagen, dann schreib ich auch etwas dazu. Jedes Mal wenn einer bei mir einen Betrag liked, bei dem ich ein Diskussionsthema (!) anstoße, frage ich mich ernsthaft, was sich die Person dabei denkt.

    Manchmal habe ich das Gefühl, dass Blogs und Vlogs das Fernsehen ersetzt haben. Warum jammern alle rum, dass das Fernsehprogramm so niveaulos sind, wenn manche Youtube mit 2 Mio Followern diese Niveau sogar noch unterschritten haben?!!

    Soderle... Dein Post hat mich wieder so sehr angeregt, dass ich viel mehr geschrieben habe, als ich wollte. Ich wünsch dir einen schönen Abend :)

    AntwortenLöschen
  5. Danke für Deinen ausführlichen Kommentar :) Ach, mehr geschrieben als man wollte, das kennen wir ja beide ^^ hier wird eben nicht nur geliked, sondern tatsächlich sich näher mit etwas beschäftigt, ich sehe das nur positiv.

    Dass Du unterwegs häufig WA nutzt, verstehe ich, denn ich könnte auch nicht lesen, wenn ich kurzfristig umsteigen muss, dann fange ich gar nicht erst an. Ich habe mein Handy z.B. selten nie mit, ich höre es sowieso nicht, weil ich immer Musik anhabe, dann kann ich es auch daheim lassen.

    Das wusste ich noch gar nicht, dass man beim häufigen Kommentieren mehr angezeigt bekommt, hab ich nie drauf geachtet. Ich teile Deine Einstellung, dass man sich da nicht präsentieren muss. Ich finde es nett, mehr nicht. Es ist oberflächlich, auf den Moment ausgerichtet und mit solchen Dingen hab ich ja sowieso ein Problem, weil mir das alles nicht reicht. Deine Aussage zu Blogs und Vlogs kann ich auch nur unterschreiben. Mein TV-Programm ist ja überwiegend sogar Youtube, aber ich habe stark selektiert und sehe mir nur noch an, was mich auch inhaltlich füllt, denn es gibt ja da auch Filme, Dokus, Reportagen usw., und ja, das "Programm" auf YT ist oft schlechter als das TV-Programm. Ich wehre mich auch so bissel dagegen, dass man sich online so abhängig macht. Ich hab sooo viele schöne Hobbies, die nichts mit dem PC zu tun haben und wie gemütlich das ist, ein Buch zu lesen, an der frischen Luft zu laufen, etwas zu handarbeiten - okay, da mache ich auch gerne mal ein Hörbuch an und brauche da auch ein Socia-Media-Gerät - sozusagen :) Aber na ja, ich bin ehrlich, ich beschäftige mich auch viel lieber real mit Menschen, sprich Freunden und Bekannten als online eine Community aufzubauen, von der ich nichts habe und die im Grunde beliebig austauschbar ist. Danke für den schönen Abend :) Ich war dann schon im Bett, also wünsche ich Dir einen schönen Tag :) aber Du liest eh vermutlich erst wieder abends ^^ LG

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Keine Ursache! Du hattest Recht: Auch heute bin ich erst wieder (spät) abends online xD
      Ich denke schon, dass es bei Youtube auch richtig gute Videos gibt, aus denen man was lernen kann, aber da muss man wirklich suchen. Ich klick mich bei YT hauptsächlich noch durch Musikplaylists, um neues zu entdecken oder suche gezielt nach dem ein oder anderen Tutorium (gestern z.B. Buchbindung). Ein Tagesbericht von einer Person, die ich nicht kenne und die im Internet übelst gehypt wird ist für mich nichts anderes wie eine Doku-Soap 2.0. Bevor ich mir so etwas antue, greif ich dann doch lieber zu Büchern...
      Du sprichst gerade etwas sehr wichtiges an: Communities sind austauschbar. Vielleicht ist das auch der Grund wieso ich web 2.0 hasse und mittlerweile nur noch auf Blogs kommentiere, wo mir die Besitzer antworten und auf denen interessante Diskussionen entstehen.
      Wenn du Hobbys hast, die man auch offline und ohne PC machen kann - Nur zu! Ich check noch die Kommentare und dann mach ich mir auch einen ruhigen Abend. Morgen wird wieder anstrengend...

      Ich wünsch dir einen schönen Abend :)

      Löschen
    2. Die Musikplaylists auf YT sind teils wirklich klasse, so hab ich schon echt tolle Bands gefunden, die ich Dir ja bereits öfter verlinkt hatte. Es hat alles seine Vor- und Nachteile. Ich merke aber jetzt schon, nach nur 2 Tagen, wie gut es mir tut, nicht ständig durchs Instagram zu scrollen, wie so n Befreiungsschlag, haha :) Ich hab für mich morgen auch einiges aufm Teller, dann hoffe ich, dass Du Dir noch einen gemütlichen Abend machen kannst. LG und bis bald!

      Löschen